johannes schäfer weltwärts malawi afrika blog berichte computer
Alle Berichte mit dem Stichwort "Computer"
Jun
29
10:18 Uhr
Ein Wunder ist geschehen! Nach zehn Monaten in Malawi, nein, zehn Monaten bei BACOMA sind nun endlich drei Computer da! Erwartet hatte ich es ehrlich gesagt schon lange nicht mehr, aber nun stehen sie hier und ich kann für die letzten drei verbliebenen Schulwochen in diesem Trimester Computerunterricht geben. Wow!
Computer-Unterricht
Leider wird die als Computerraum deklarierte Kammer mittlerweile als Abstellraum genutzt, sodass der Unterricht in den kleinen Klassenzimmern stattfinden muss. Die Computer müssen also vor jeder Stunde dorthin getragen werden, was aber nicht weiter tragisch ist, da aufgrund der geringen Größe der Klassenräume nur ein Computer verwendet werden kann...
Weiterlesen!
Mai
7
19:26 Uhr
Eine weitere Woche nähert sich ihrem Ende und noch immer steht nicht so richtig fest, wo ich nun eigentlich arbeiten soll. Würde es nach mir gehen, hätte ich BACOMA bereits vollständig den Rücken gekehrt und würde die gesamte Zeit in Jacaranda investieren, wo es mit der Bücherei, dem Festival, den Computern, der Website und jede Menge mehr durchaus genug zu tun gibt. Allerdings ist BACOMA meine offizielle Partnerorganisation und falls dort für mich Arbeit gefunden wird, soll sie das auch bleiben. Und zwar je nach Menge der Arbeit für die Morgenstunden von zwei bis fünf Tagen die Woche. Und natürlich findet BACOMA unter diesem Druck auch irgendwelche Arbeit.
Plötzlich soll ich Mathe-Unterricht geben, Examen abtippen und sowieso kommen ja in zwei Wochen die Computer. Wer die Leidensgeschichte mit den Rechnern bisher mit verfolgt hat, versteht, warum ich dieser Aussage wenig Glauben schenken kann. Da ich aber sowieso nur noch die drei Tage bis zum Besuch meiner Eltern arbeite und dann Urlaub habe, ließ ich mich darauf ein. Wenn bei meiner Rückkehr in drei Wochen Computer da sind, gut. Dann bleibe ich vier- oder zur Not auch fünfmal die Woche vormittags bei BACOMA. Ansonsten eben nur ein- oder zweimal.
Jacaranda bereitet sich unterdessen auf verschiedene Benefiz-Veranstaltungen vor, die im Zusammenhang mit dem Festival stehen, das wir für Blantyre planen...
Weiterlesen!
Mär
2
9:33 Uhr
Wir schreiben den zweiten März 2010. Genau heute vor sechs Monaten bin ich in Deutschland aufgebrochen und einen Tag später 7.500 km weiter südlich aus dem Flugzeug gestiegen, in Lilongwe, der Hauptstadt Malawis. Jetzt ist also Halbzeit. Zeit für ein Resümee...
Weiterlesen!
Jan
27
16:16 Uhr
Eine ganze Woche ist seit dem letzten Eintrag vergangen und das liegt – ihr werdet’s nicht glauben – daran, dass ich vorher keine Zeit hatte. Die Blantyre Baptist Academy beschäftigt mich jetzt Montag- bis Donnerstagvormittag, 7:30 bis 12:00 Uhr, Computerunterricht in Form 1-4. Montags- bis Mittwochsnachmittags ist danach Computer Club bei der Baptist Convention Primary School angesagt, anderthalb Stunden am Tag für Standard 4 und 5. Donnerstagnachmittag Sportunterricht. Der ganze Freitag ist für die Office-Arbeiten, die Auswertung der Anwesenheitslisten, die anfallenden Computerprobleme reserviert. Abends und am Wochenende...
Weiterlesen!
Jan
13
20:07 Uhr
Am Montag wurde zum zweiten Mal in unser Haus eingebrochen. Die Täter sind äußerst professionell vorgegangen, haben keine Spuren hinterlassen und in der Nachbarschaft wurden keine verdächtigen Geräusche gehört. Geklaut haben Sie – nichts. In den Hauptrollen: David, Meryem, unsere Kollegin Freeda und ich.
Wir kamen gerade von einem Bierchen im Doogles, einer Backpacker-Bar in Blantyre. Zusammen mit den beiden Beit-Cure-Freiwilligen, zwei Finnen, einer Britin und einer weiteren Deutschen haben wir so unsere erste Chichewa-Einheit ausklingen lassen. Seit dieser Woche und für mindestens die nächsten drei Monate werden wir zweimal wöchentlich Unterricht im French Cultural Center gleich bei uns um die Ecke nehmen.
Naja, und von diesem Abend eben kamen wir ohne Schlüssel zurück. Den hatten wir nämlich in unser Geheimversteck auf dem Fenstersims gelegt, da wir zu unterschiedlichen Zeiten das Haus verlassen hatten. Problem: Das Fenster wurde während unserer Abwesenheit von den beiden Nachtwächtern von außen zugedrückt. Ein paar Millimeter Glas standen nun im Weg.
Der erste Ansatz, vom Büro nebenan über den kleinen Schacht unter die Decke, rüberkrabbeln und in unserem Haus wieder einstiegen, ist an einer eingezogenen Zwischenwand gescheitert. Das Schloss konnte nicht geknackt werden, war nämlich diesmal etwas sicherer als das letzte. Und die Scheibe einschlagen war ja auch irgendwie keine Option. Glücklicherweise wohnt auf dem Campus der Schule noch Freeda, unsere Kollegin in der Schuladministration. Sie schaffte es, sich am Gitter vor der Tür vorbei zu zwängen und die eigentliche Tür zu öffnen, die kann nämlich nicht abgeschlossen werden. Dann konnte sie den Schlüssel holen und von innen aufschließen... Damit sind wir schon wieder in unser Haus eingebrochen, und es war schon wieder viel zu einfach 
Heute Nachmittag war ich beim Frisör. Immer wieder auf die lange Bank geschoben, musste es heute mal endlich sein, mein Sichtfeld war schon stark eingeschränkt. Das Ergebnis ist nicht unbedingt optimal, kann aber noch korrigiert werden. Jedenfalls ist es mir besser ergangen als manch anderem Freiwilligen dessen Haare einem Zwei-Millimeter-Rasierer zum Opfer gefallen sind.
Heute hat uns der Schulleiter der Blantyre Baptist Academy mitgeteilt, dass zehn Computer angekommen sind. Warum schafft es die Academy, in weniger als einer Woche zehn Computer zu organisieren, wenn unsere Schule hier in vier Monaten keinen einzigen bekommen hat? Morgen werde ich mir die mal anschauen und das Computer Lab einrichten!
Am Freitag ist John Chilembwe-Tag, Nationalfeiertag in Malawi. Das verlängerte Wochenende werden wir für eine Tramp-Rally nutzen. Die Idee, geboren aus der Planung zu einer Tour in den Süden, ist recht einfach beschrieben: Drei Teams zu je zwei Leuten (bzw. einer Dreierteam) versuchen, als erstes den südlichsten Punkt Malawis zu erreichen, ohne Geld auszugeben. Minibusse fallen also weg. Damit aber nicht ein Team durch übermäßiges Glück eine Mitfahrgelegenheit bis zum Zielpunkt erwischt, müssen unterwegs verschiedene Aufgaben bewältigt werden, wie z.B. das Bild mit der Gruppe an der Shire-Brücke, die Mitnahme einer Zuckerrohrstange aus den Illovo Sugar Estates oder der Stempel an der mosambikanischen Grenze. Übernachtet wird im mitgeschleppten Zelt, gegessen wird, was aus Blantyre mitgenommen und auf dem Feuer zubereitet wurde. Zurück geht es mit dem einzigen Zug Malawis, der von Nsanje im Süden nach Blantyre fährt. Ob alle ankommen ist nicht sicher, aber Spaß ist garantiert! Wer noch ein Team anmelden möchte: Am Freitag, 15. Januar 2010, um sieben Uhr morgens in Blantyre, Malawi 
Weiterlesen!
Jan
10
11:53 Uhr
Die letzte Woche war eine übliche Arbeitswoche mit gewohnt wenig zu tun. Ein paar Listen mussten getippt, die Anwesenheit der Schüler überprüft und protokolliert und ein Drucker eingerichtet werden. Die restliche Zeit habe ich mit der Website verbracht, die ich für BACOMA erstellen soll. Am Mittwoch sollte ich erfahren, dass ich auf die Computer, auf die ich schon dreimal vertröstet wurde, noch mindestens bis Mitte März warten muss.
Sehr gelegen kam daher auch die Anfrage der Blantyre Baptist Academy an unseren Chef, ob wir nicht unter der Woche ein wenig Arbeit bei ihnen erledigen könnten. Wir sollten doch einmal schauen, ob wir in unserem engen Zeitplan bei BACOMA und der Schule noch ein wenig Platz für dieses Projekt schaffen könnten...
Weiterlesen!
Dez
18
10:26 Uhr
Lange ist es her, seit dem letzten Blogeintrag. Viel passiert ist aber nicht. Die Schule hat sich im Laufe der ersten Woche immer weiter gefüllt, wobei laut Schulleitung unsere Malerarbeiten einen Beitrag zur Anzahl der Neuanmeldungen geleistet haben. Von der alten Belegschaft sind nur noch zwei Lehrer übrig, dem Rest wurde gekündigt und einzelne – wie im Falle der stellvertretenden Schulleiterin – sind aus persönlichen Gründen gegangen, vermutlich zu einer anderen Schule. Dafür wurden aber auch genug neue, sehr gute Lehrer eingestellt, die über viel Erfahrung verfügen. Auf Reception und Nursery, die zusammen die Vorschule bilden, wird besonderen Wert gelegt. Da die Eltern den Fortschritt der Schule Anhang des Fortschritts der kleinsten Schüler beurteilen würden. Und da die Schule im Moment auf Vordermann gebracht werden soll, sind dort nun mit Meryem insgesamt vier Lehrerinnen am Werk...
Weiterlesen!
Dez
7
11:31 Uhr
Knapp war’s, aber es hat gepasst: Gestern Abend um 20 Uhr sind wir mit dem Streichen fertig geworden. Fünf Räume in fünf Farben, hell und groß sind sie jetzt. Das Schöner-Wohnen-Team wäre stolz auf uns. Unsere Kollegen sind es jedenfalls, denn unsere Arbeit kam sehr gut an. Unser Chef hat sich gefreut wie ein kleines Kind und wäre am liebsten nochmal zur Schule gegangen, um in einem der Räume unterrichtet zu werden. Unsere Kollegen glauben nun, wir seien neben unserem Lehrerdasein auch ausgebildete Maler und auch Eltern und Schüler waren angenehm überrascht – zumindest uns gegenüber.
...
Weiterlesen!
Okt
28
15:43 Uhr
Mittlerweile bin ich wieder in Blantyre und habe Internet. Eine Menge passiert in der Zwischenzeit, aber der Reihe nach:
Bevor wir vorletztes Wochenende nach Mua aufgebrochen sind kam mein Chef zu mir, weil einer der Computer wieder Viren hatte (noch haben fast alle welche, aber zwei konnte ich mittlerweile befreien). Ein mir nicht bekanntes und am Tag zuvor definitiv nicht installiertes Programm names Antivirus Pro 2010 meldete knapp 20 verschiedene Viren auf dem Computer, die dringend entfernt werden sollten. Das könne aber nur die Vollversion. Kostenpunkt: 30$. Und das blöde Programm lässt sich nicht entfernen, zumindest nicht mit herkömmlichen Mitteln. Eine kurze Recherche im Internet bestätigte mir dann: Das Programm selber ist ein Fake, das einem zum Kauf einer (nutzlosen) Vollversion bewegen will, in dem es nicht vorhandene Viren erkennt. Mit ein paar Kniffen lässt es sich zum Glück auch entfernen. Bleibt nur die Frage, wer es installiert hat...
Die ganze letzte Woche über war, wie ja bereits kurz berichtet, Kulturkurs in der Mua Mission...
Weiterlesen!
Okt
10
19:57 Uhr
Am Donnerstag waren wir am Stadion, um Fußballtickets zu kaufen. Es gibt vier Kategorien: Auf der Riesentribüne für 500 Kwacha (2,50 €), auf einer besseren Tribüne für 2.500 Kwacha (12,50 €), auf der überdachten Tribüne (5.000 Kwacha, 25 €) und im VIP-Bereich (10.000 Kwacha, 50 €). Wir haben uns für die 2.500er-Tickets entschieden, nachdem wir von einer sehr netten Malawierin vorher durchs Stadion geführt wurden. Die Riesentribünen reichen nämlich vom Boden bis weit in den Himmel und man muss sieben bis acht (!) Stunden vorher da sein, wenn man einen halbwegs tollen Platz ergattern möchte. Ohne Dach im Sonnenschein wohlbemerkt. Für unsere Tickets mussten wir lediglich eine Dreiviertelstunde vorher da sein.
Am Freitag sollte es ein neues Meeting geben. Eigentlich irgendwann morgens...
Weiterlesen!
Okt
7
14:53 Uhr
Wir ankündigt hatten wir am Wochenende volles Haus. Letztendlich waren wir sogar zu elft, haben uns Blantyre und Limbe angeschaut und sind abends in einer sehr netten Bar namens Doogles abgestiegen. Eigentlich eine Backpacker-Lodge und auch generell sehr teuer war die überwiegende Zahl der Gäste weiß. Drei weiße Malawier, gegen die einige von uns mehrere Runden Billard spielten, gaben eine Runde nach der anderen aus. Bei einem Preis von weniger als einem Euro pro Flasche Carlsberg-Bier ist das Loch im Geldbeutel am nächsten Tag allerdings nicht ganz so groß, wie das in Deutschland der Fall wäre...
Weiterlesen!
Okt
2
12:08 Uhr
Die letzten Tage habe ich einen Rechner neu aufgesetzt und damit alle Viren darauf entfernt. Weil aber die CDs für die anderen Rechner fehlen und nicht auffindbar sind, heißt es erst mal warten. Am TTC könnte es noch die entsprechenden CDs geben, die sind da ganz gut ausgerüstet. Aber der Lehrer, der weiß wo, der ist grade im Urlaub. Daher gab es auch heute Morgen für mich nichts Richtiges zu tun. Dafür ist jetzt wieder die ganze Wäsche gewaschen
...
Weiterlesen!
Sep
29
17:29 Uhr
Gleich vorne weg: Wir haben heute wieder nicht so richtig gearbeitet. Mit Grenna haben wir unsere Ziele für dieses Jahr besprochen und nachmittags habe ich noch herausgefunden, dass sich der Virus auf den Computern nicht entfernen lässt und die Systeme neu aufgesetzt werden müssen...
Bei uns war heute der Klempner, weil die Wasserhähne am Spülbecken zu kurz sind (also nur so grade eben übers Becken reichen). Außerdem tut einer nicht. Der Klempner kam allerdings ohne Werkzeug, hat den einen (bisher nicht funktionierenden) Wasserhahn abgeschraubt und siehe da: Es kam Wasser raus. Allerdings nun aus einem Loch in der Wand und fast kochend heiß. Nur das Verlängerungsstück passte leider nicht und so musste der alte Hahn wieder drauf, was nicht ganz einfach war...
Weiterlesen!
Sep
25
11:53 Uhr
Da ich noch keinen Computerunterricht geben kann (mangels Computern), wollte ich mich dann meinen anderen Aufgabenfeldern zuwenden, statt wieder einen ganzen Tag damit zu verbringen, einem Lehrer beim Unterrichten zuzuschauen. Zu diesen Aufgaben zählt die Computer in der Verwaltung auf Vordermann bringen und mich um einen Internetanschluss kümmern.
Das solle die Stellvertreterin von Simon entscheiden (der Chef, der aber im Moment auf Dienstreise ist)...
Weiterlesen!
Sep
22
16:06 Uhr
Gestern haben wir unseren freien Tag genossen. Bisher hatten wir eigentlich nur freie Tage, aber gestern war offizieller Feiertag (nämlich das Ende vom Fastenmonat Ramadan). Das haben wir genutzt, um mit dem Minibus ins Stadtzentrum von Blantyre zu fahren und auf dem Markt einzukaufen. Noch größer als der Markt in Lilongwe und mindestens dreimal so viel los! Jeder Verkäufer hatte natürlich die besten Tomaten und die billigsten Bananen, aber wir sind uns sicher, dass wir trotz langem Handeln immer noch viel zu hohe Preise bezahlen mussten...
Weiterlesen!
Sep
13
17:01 Uhr
So, drei Tage lang nicht mehr geschrieben. Aber es gab auch nicht wirklich viel zu berichten. Am Freitag haben wir hier beim weltwärts-Haus eine Grillparty geschmissen, für die Vertreter der Partnerorganisationen, die direkten Kollegen und die Mentoren. Und natürlich für uns
Die meisten sind auch gekommen, die Mentorin für uns Blantyre-Leute war aber leider verhindert. Dafür kennen wir den Headmaster von BACOMA schon. Er hat uns zusammen mit unserer Entsendeorganisation vorbereitet und beispielsweise die Kultureinführung übernommen. BACOMA steht für Baptists Convention of Malawi, die Organisation, bei der ich meinen Freiwilligendienst leisten werde. Vom Headmaster habe ich auch schon ein paar Details erfahren, was meine Arbeit angeht. So sollen Schüler und Lehrer im Umgang mit Computern unterrichtet werden, eine Website erstellt und die Infrastruktur gekümmert werden. Letztere besteht aber noch nicht
...
Weiterlesen!