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Alle Berichte mit dem Stichwort "BACOMA"
Mai
7
19:26 Uhr
Eine weitere Woche nähert sich ihrem Ende und noch immer steht nicht so richtig fest, wo ich nun eigentlich arbeiten soll. Würde es nach mir gehen, hätte ich BACOMA bereits vollständig den Rücken gekehrt und würde die gesamte Zeit in Jacaranda investieren, wo es mit der Bücherei, dem Festival, den Computern, der Website und jede Menge mehr durchaus genug zu tun gibt. Allerdings ist BACOMA meine offizielle Partnerorganisation und falls dort für mich Arbeit gefunden wird, soll sie das auch bleiben. Und zwar je nach Menge der Arbeit für die Morgenstunden von zwei bis fünf Tagen die Woche. Und natürlich findet BACOMA unter diesem Druck auch irgendwelche Arbeit.
Plötzlich soll ich Mathe-Unterricht geben, Examen abtippen und sowieso kommen ja in zwei Wochen die Computer. Wer die Leidensgeschichte mit den Rechnern bisher mit verfolgt hat, versteht, warum ich dieser Aussage wenig Glauben schenken kann. Da ich aber sowieso nur noch die drei Tage bis zum Besuch meiner Eltern arbeite und dann Urlaub habe, ließ ich mich darauf ein. Wenn bei meiner Rückkehr in drei Wochen Computer da sind, gut. Dann bleibe ich vier- oder zur Not auch fünfmal die Woche vormittags bei BACOMA. Ansonsten eben nur ein- oder zweimal.
Jacaranda bereitet sich unterdessen auf verschiedene Benefiz-Veranstaltungen vor, die im Zusammenhang mit dem Festival stehen, das wir für Blantyre planen...
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Mai
4
18:38 Uhr
Am Samstag war bekanntlich erster Mai, was auch hier ein Feiertag ist und sogar mit einigen friedlichen Demonstrationsmärschen zelebriert wurde. Und wie das mit auf Wochenenden fallenden Feiertagen hier so ist, sie werden montags nachgeholt.
Der Hafen von Nsanje
Wir haben das verlängerte Wochenende genutzt, um uns ein Bild von einem Mythos zu verschaffen, der hier schon lange Gesprächsthema ist. Nämlich der geplante Inlandshafen in Nsanje, der südlichsten Stadt Malawis. Bingu, der amtierende Präsident, wirbt auf riesigen Plakaten für dessen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Landes und er hat damit auch nicht ganz unrecht. Denn in Malawi, das selber keinen Zugang zum Meer hat, ist alles äußerst teuer. Das trifft natürlich besonders Importgüter. Aber da sich Malawi in keinster Weise selbst versorgen kann ist es vom teuren Import abhängig, was bei den langen Transportwegen auch die Preise für alltägliche Dinge in die Höhe treibt. So sind die Lebenshaltungskosten hier beispielsweise zwei- bis dreimal höher, als in den Nachbarländern Tansania und Mosambik.
Der malawische Zugang zum Meer
Die Idee vom Nsanje-Hafen ist nun, durch den Ausbau des Shire-Flusses für die Container-Schifffahrt den Zugang zum Sambesi-Fluss zu schaffen, der wiederum bei Mosambik ins Meer führt...
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Apr
24
10:12 Uhr
Die letzte Woche ist ruhig und ohne besondere Vorkommnisse verlaufen: Morgens bei BACOMA langweilen, Nachmittags bei Jacaranda arbeiten. Da gibt es wegen eines Musik-Festivals nämlich ganz schön viel zu tun. Zu Gunsten von Jacaranda findet das an einem prominenten Veranstaltungsort in Blantyre statt. Wir haben viele namhafte malawische Künstler dafür gewinnen können, kostenlos zu spielen. Sogar der Innenminister von Malawi wird dabei sein und Stücke auf der Gitarre vortragen.
Damit aber auch Gäste kommen müssen Flyer und Poster getaltet werden und die Werbetrommel vor Ort gerührt werden. Die Flyer gestaltet übrigens Martin für uns, dafür einen großen Dank!
Nach dem Druck in Deutschland werden sie von Malawi-Besuchern mitgenommen und erreichen uns Mitte Mai.
Eine Neuigkeit gibt es aber noch: Ich habe recht positive Signale von meiner Entsendeorganisation erhalten, dass ich vielleicht komplett zu Jacaranda wechseln und dort den ganzen Tag arbeiten kann. Besonders wegen der moment gar nicht vorhandenen Arbeit bei BACOMA macht das auch echt Sinn. Eine entgültige Entscheidung steht noch aus.
Der Umzug ins neue Haus zieht sich allerdings noch etwas hin. Weil die Renovierungsarbeiten noch immer nicht abgeschlossen wurden, verzögert sich unser Umzug voraussichtlich bis Mitte nächsten Monats.
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Mär
2
9:33 Uhr
Wir schreiben den zweiten März 2010. Genau heute vor sechs Monaten bin ich in Deutschland aufgebrochen und einen Tag später 7.500 km weiter südlich aus dem Flugzeug gestiegen, in Lilongwe, der Hauptstadt Malawis. Jetzt ist also Halbzeit. Zeit für ein Resümee...
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Feb
28
19:18 Uhr
Hat mal wieder lange auf sich warten lassen, der Blogeintrag. Habe einfach in letzter Zeit nicht mehr so viele freie Minuten, in denen ich mich dazu aufraffen würde, was zu tippen. Trotzdem sollen die Ereignisse der letzten anderthalb Wochen nicht unerwähnt bleiben.
Hausparty bei uns
Am Freitagabend haben wir bei uns den Geburtstag einer Bekannten gefeiert, die bei Jacaranda arbeitet. Geplant war draußen, auf dem Gelände vor unserem Haus, zu feiern. Natürlich hat es geregnet. Wir haben unser Haus zwar schon darauf vorbereitet, alles Zerbrechliche oder Wertvolle in unsere Zimmer gesperrt und das Wohnzimmer aufgeräumt. Aber trotzdem sind fast 35 Gäste doch eine Belastungsprobe für unser Haus gewesen...
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Sep
13
17:01 Uhr
So, drei Tage lang nicht mehr geschrieben. Aber es gab auch nicht wirklich viel zu berichten. Am Freitag haben wir hier beim weltwärts-Haus eine Grillparty geschmissen, für die Vertreter der Partnerorganisationen, die direkten Kollegen und die Mentoren. Und natürlich für uns
Die meisten sind auch gekommen, die Mentorin für uns Blantyre-Leute war aber leider verhindert. Dafür kennen wir den Headmaster von BACOMA schon. Er hat uns zusammen mit unserer Entsendeorganisation vorbereitet und beispielsweise die Kultureinführung übernommen. BACOMA steht für Baptists Convention of Malawi, die Organisation, bei der ich meinen Freiwilligendienst leisten werde. Vom Headmaster habe ich auch schon ein paar Details erfahren, was meine Arbeit angeht. So sollen Schüler und Lehrer im Umgang mit Computern unterrichtet werden, eine Website erstellt und die Infrastruktur gekümmert werden. Letztere besteht aber noch nicht
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