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Alle Berichte mit der Ortsmarkierung "Blantyre"



Tiwonana Mawa

Mit Chichewa hat’s angefangen, mit Chichewa hört’s auch wieder auf. Mit „Wir sehen uns morgen“ lässt sich der Titel übersetzen. In einer halben Stunde geht nämlich mein Flug, morgen früh bin ich dann bereits wieder in Deutschland.

Wie erwartet ist das letzte halbe Jahr noch schneller rum gegangen, als das erste. Dabei fällt die Bilanz wegen der neuen und erfüllenden Arbeit bei Jacaranda deutlich besser aus, als noch zum Halbzeitbericht.

Und auch über die letzten drei Wochen lässt sich etwas berichten. Allerdings nicht vom Endseminar in Chintheche, das habe ich nämlich mit der dritten Lebensmittelvergiftung und einer Malaria im Bett verbracht. Vorher haben wir aber bereits ein unterhaltsames Wochenende in Nkhata Bay verbracht, sodass ich nicht völlig umsonst die Tagesreise in den hohen Norden angetreten bin :-D

Zurück in Blantyre habe ich dann mit etwas Schwierigkeiten noch ein paar traditionelle Gewänder schneidern lassen (ein Kleid wurde leider in Zoll statt Zentimetern gefertigt, viel zu groß), allen Bekannten und manchen Unbekannten auf Wiedersehen gesagt und wir haben für alle ehemaligen Kollegen von BACOMA und Jacaranda und allen anderen Freunden eine große Abschiedsparty geschmissen, dazu Chili con carne gekocht und die Bude auf den Kopf gestellt. Was durch einen anschließenden fünftägigen Wasser- und Stromausfall besonders pikant wurde...

nationalflagge malawi neu Übrigens, die malawische Nationalflagge wurde nun tatsächlich geändert. Gerüchten zufolge soll nun auch noch die Nationalhymne geändert werden, da hier das Wort „Armut“ fällt. Dr. Bingu wa Mutharika, der Präsident von Malawi, will auch die Landeswährung Kwacha umbennen, in Kwayera, was so viel bedeutet wie „Sonnenaufgang“. Etwas widersprüchlich zur Änderung der Flagge, wo ja die aufgehende durch eine aufgegangene Sonne ersetzt wurde.

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Grenzerfahrungen

Fünf Tage, vier Länder, drei Hauptstädte. Ich war mal wieder im Urlaub, habe Afrika auf Schienen durchquert, die Victoria-Fälle besucht und Grenzerfahrungen in verschiedener Hinsicht gemacht. Und zurzeit halte ich mich illegal in Malawi auf.

Dienstag war malawischer Nationalfeiertag. Und da Paraden zurzeit sowieso immer gestoppt werden, weil sie als Forum für Homosexuellen-Aktivisten dienen könnten, gab es nicht groß was zu verpassen. Also habe ich mir Montag und Mittwoch frei genommen und bin mit einem Freiwilligen aus Lilongwe für fünf Tage zu den Victoria-Fällen aufgebrochen...

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Zur Lage der Nation

Ein Wunder ist geschehen! Nach zehn Monaten in Malawi, nein, zehn Monaten bei BACOMA sind nun endlich drei Computer da! Erwartet hatte ich es ehrlich gesagt schon lange nicht mehr, aber nun stehen sie hier und ich kann für die letzten drei verbliebenen Schulwochen in diesem Trimester Computerunterricht geben. Wow!

Computer-Unterricht
Leider wird die als Computerraum deklarierte Kammer mittlerweile als Abstellraum genutzt, sodass der Unterricht in den kleinen Klassenzimmern stattfinden muss. Die Computer müssen also vor jeder Stunde dorthin getragen werden, was aber nicht weiter tragisch ist, da aufgrund der geringen Größe der Klassenräume nur ein Computer verwendet werden kann...

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Jacaranda pupils shine on cold Friday

It was cold on Friday night in Blantyre but this did not keep away some five hundred plus fans from enjoying a music explosion organized by Jacaranda Foundation at French Cultural Center (FCC).

Jacaranda school pupils were the happiest, firstly because they enjoyed music live from some of the country’s renowned musicians and secondly they have received visitors from Shanghai American School in China...

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Jacaranda Music Explosion, oder: Wie wir das Haus gerockt haben

Aus und vorbei. Der bisher wahrscheinlich größte Meilenstein in meinem weltwärts-Jahr ist gelegt worden, ein organisatorisches Riesenwerk hat seinen finalen Showdown erreicht. Jacaranda Music Explosion, das seit Wochen von uns vorbereitete Benefiz-Konzert für Jacaranda, ist gestern hochgegangen und hat zwar keinen großen Krater aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen...

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Der Tag vor der großen Show

Wir haben 10.000 Flyer verteilt und 500 Poster aufgehängt, Werbung lief auf vier verschiedenen Radiostationen und sogar einmal im Fernsehen, wir sind im Newsletter vom French Cultural Center, dem Veranstaltungskalender schlechthin und wir haben sogar eine Facebook Fanpage. Was kann also noch schief gehen bei der Jacaranda Music Explosion?

Von 400 verfügbaren Tickets haben wir zwar erst etwa 40 Stück verkauft, aber ein Kartenvorverkauf ist in Malawi sowieso nicht üblich. Nach dem, was wir so gehört und an Feedback bekommen haben, werden weitaus mehr Besucher kommen als wir Tickets verkaufen können...

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Funkstille beendet

Nach einem Monat Funkstille gibt es nun endlich wieder einen Bericht. Grund für die Schreibpause war ein dreiwöchiger Urlaub mit meiner Familie in Malawi und eine weitere stressige Woche, featuring Umzug, Bandauftritten, Cocktail-Party und Konzertorganisation. Aber der Reihe nach...

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Arbeitsverhältnisse weiterhin unklar

Eine weitere Woche nähert sich ihrem Ende und noch immer steht nicht so richtig fest, wo ich nun eigentlich arbeiten soll. Würde es nach mir gehen, hätte ich BACOMA bereits vollständig den Rücken gekehrt und würde die gesamte Zeit in Jacaranda investieren, wo es mit der Bücherei, dem Festival, den Computern, der Website und jede Menge mehr durchaus genug zu tun gibt. Allerdings ist BACOMA meine offizielle Partnerorganisation und falls dort für mich Arbeit gefunden wird, soll sie das auch bleiben. Und zwar je nach Menge der Arbeit für die Morgenstunden von zwei bis fünf Tagen die Woche. Und natürlich findet BACOMA unter diesem Druck auch irgendwelche Arbeit.

Plötzlich soll ich Mathe-Unterricht geben, Examen abtippen und sowieso kommen ja in zwei Wochen die Computer. Wer die Leidensgeschichte mit den Rechnern bisher mit verfolgt hat, versteht, warum ich dieser Aussage wenig Glauben schenken kann. Da ich aber sowieso nur noch die drei Tage bis zum Besuch meiner Eltern arbeite und dann Urlaub habe, ließ ich mich darauf ein. Wenn bei meiner Rückkehr in drei Wochen Computer da sind, gut. Dann bleibe ich vier- oder zur Not auch fünfmal die Woche vormittags bei BACOMA. Ansonsten eben nur ein- oder zweimal.

Jacaranda bereitet sich unterdessen auf verschiedene Benefiz-Veranstaltungen vor, die im Zusammenhang mit dem Festival stehen, das wir für Blantyre planen...

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Ab in den Süden

Am Samstag war bekanntlich erster Mai, was auch hier ein Feiertag ist und sogar mit einigen friedlichen Demonstrationsmärschen zelebriert wurde. Und wie das mit auf Wochenenden fallenden Feiertagen hier so ist, sie werden montags nachgeholt.

Der Hafen von Nsanje
Wir haben das verlängerte Wochenende genutzt, um uns ein Bild von einem Mythos zu verschaffen, der hier schon lange Gesprächsthema ist. Nämlich der geplante Inlandshafen in Nsanje, der südlichsten Stadt Malawis. Bingu, der amtierende Präsident, wirbt auf riesigen Plakaten für dessen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Landes und er hat damit auch nicht ganz unrecht. Denn in Malawi, das selber keinen Zugang zum Meer hat, ist alles äußerst teuer. Das trifft natürlich besonders Importgüter. Aber da sich Malawi in keinster Weise selbst versorgen kann ist es vom teuren Import abhängig, was bei den langen Transportwegen auch die Preise für alltägliche Dinge in die Höhe treibt. So sind die Lebenshaltungskosten hier beispielsweise zwei- bis dreimal höher, als in den Nachbarländern Tansania und Mosambik.

Der malawische Zugang zum Meer
Die Idee vom Nsanje-Hafen ist nun, durch den Ausbau des Shire-Flusses für die Container-Schifffahrt den Zugang zum Sambesi-Fluss zu schaffen, der wiederum bei Mosambik ins Meer führt...

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Im Süden nichts Neues

Die letzte Woche ist ruhig und ohne besondere Vorkommnisse verlaufen: Morgens bei BACOMA langweilen, Nachmittags bei Jacaranda arbeiten. Da gibt es wegen eines Musik-Festivals nämlich ganz schön viel zu tun. Zu Gunsten von Jacaranda findet das an einem prominenten Veranstaltungsort in Blantyre statt. Wir haben viele namhafte malawische Künstler dafür gewinnen können, kostenlos zu spielen. Sogar der Innenminister von Malawi wird dabei sein und Stücke auf der Gitarre vortragen.

Damit aber auch Gäste kommen müssen Flyer und Poster getaltet werden und die Werbetrommel vor Ort gerührt werden. Die Flyer gestaltet übrigens Martin für uns, dafür einen großen Dank! ;-) Nach dem Druck in Deutschland werden sie von Malawi-Besuchern mitgenommen und erreichen uns Mitte Mai.

Eine Neuigkeit gibt es aber noch: Ich habe recht positive Signale von meiner Entsendeorganisation erhalten, dass ich vielleicht komplett zu Jacaranda wechseln und dort den ganzen Tag arbeiten kann. Besonders wegen der moment gar nicht vorhandenen Arbeit bei BACOMA macht das auch echt Sinn. Eine entgültige Entscheidung steht noch aus.

Der Umzug ins neue Haus zieht sich allerdings noch etwas hin. Weil die Renovierungsarbeiten noch immer nicht abgeschlossen wurden, verzögert sich unser Umzug voraussichtlich bis Mitte nächsten Monats.

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Bingu liebt Callista - die Hochzeit des Präsidenten

Lilongwe ist außer Rand und Band. Straßen sind gesperrt und geschmückt, alle anderen verstopft. Bei TV Malawi und allen drei Radiosendungen gibt es seit zwei Wochen kein anderes Thema mehr. Die Zeitungen sind heute voller roter Herzen. „Love in the air“ titelt The Nation und ist heute dank zahlreicher Glückwunschanzeigen doppelt dick. Malawi News hat ein Sonderblatt herausgebracht. In großer Lettern prangt darauf: „Presidential Wedding“. Der Präsident heiratet also...

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Bad Good Friday

Erstmal: Frohe Ostern! Ich hoffe, ihr hattet ein paar ruhige Tage!

Wir jedenfalls nur teilweise. Mit unserem australischen Nachbarn wollten wir das extra lange Wochenende nutzen und nach Nkhotakota fahren, einem Dorf am See mit einem wunderschönen Strandabschnitt und gemütlichen Lodges. Wir hatten uns sogar ein Auto gemietet, um möglichst viel aus den vier Tagen herauszuholen. Am (Kar-)Freitagmorgen war der7-Sitzer bepackt und abfahrbereit, und bot dank viel Gepäck grade genug Platz für uns fünf. So weit so gut.

Aber schon nach 200km hatten wir den ersten platten Reifen. Glücklicherweise passierten wir gerade eine Polizeikontrolle und fuhren Schritttempo. Also schnell das Ersatzrad drauf und weitergedüst. Doch der Spaß sollte nicht lange halten...

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Zwischenseminar und Schulausflug

Ich habe mir etwas Zeit gelassen, für diesen Beitrag. Liegt aber nur teilweise an Faulheit. Die Hälfte der letzten Zeit war ich unterwegs. Außerdem ist nach zwei Festplatten, zwei Handys und einem USB-Stick nun auch der Bildschirm vom Laptop kaputt. Ich konnte zwar noch einen alten Röhrenmonitor auftreiben, mit dessen Hilfe es mir gelang, die Daten zu sichern. Den aber immer mit zum Internet-Hotspot zu schleppen ist etwas mühsam, zumal es dort keine Steckdosen gibt.

Anfang März hatten wir – pünktlich zur Halbzeit – unser Zwischenseminar in Mangochi am See. Viel Programm, Zeit für Reflexion und die Möglichkeit alle Freiwilligen mal kennenzulernen...

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Große Party bei uns und Käsekuchen in Dedza

Hat mal wieder lange auf sich warten lassen, der Blogeintrag. Habe einfach in letzter Zeit nicht mehr so viele freie Minuten, in denen ich mich dazu aufraffen würde, was zu tippen. Trotzdem sollen die Ereignisse der letzten anderthalb Wochen nicht unerwähnt bleiben.

Hausparty bei uns
Am Freitagabend haben wir bei uns den Geburtstag einer Bekannten gefeiert, die bei Jacaranda arbeitet. Geplant war draußen, auf dem Gelände vor unserem Haus, zu feiern. Natürlich hat es geregnet. Wir haben unser Haus zwar schon darauf vorbereitet, alles Zerbrechliche oder Wertvolle in unsere Zimmer gesperrt und das Wohnzimmer aufgeräumt. Aber trotzdem sind fast 35 Gäste doch eine Belastungsprobe für unser Haus gewesen...

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Mtendere Orphanage Primary School

Diese Woche sind Ferien bei der Academy, ich muss also dort grade nicht unterrichten. Auch in der Grundschule ist es gerade sehr entspannt, die Schüler schreiben dort ihre Examen. Der Nachmittagsunterricht findet daher auch nicht statt und die Arbeit in der Schule beschränkt sich somit auf das gelegentliche Überwachen der Schüler während ihren Tests.

Die viele freie Zeit habe ich bisher für die ganzen Aufgaben genutzt, die in letzter Zeit ein wenig zu kurz gekommen sind. Da gibt es beispielsweise die Anwesenheitslisten, die digitalisiert werden müssen, und die Brieffreundschaft mit der englischen Partnerschule, die mal wieder anliegt.

In der Schule geht weiterhin alles seinen chaotischen Gang. Mal sind hier die Examen nicht fertiggestellt, mal fehlt da ein Lehrer für die Aufsicht, weil plötzlich drei Lehrer auf einmal krank sind. Den Höhepunkt mangelnder Organisation stellen die Passbilder da...

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Gefangen in Arbeit, gefangen von der Polizei

Tut mir Leid, dass die Blogeinträge immer weniger werden, aber in letzter Zeit gibt’s einfach so viel zu tun. Die Arbeit in der Academy verschlingt mit Vorbereitung immer den ganzen Morgen, danach Unterricht bei der Grundschule, hier mal ein Brief tippen und da mal Fotos machen, dann die Brieffreundschaft mit der englischen Partnerschule, wofür grade wieder Antworten geschrieben werden... Aber ich möchte mich nicht beklagen, ich bin wirklich froh, dass das tagtägliche rumhängen und nichts tun ein Ende hat!

Langweilig wird’s hier aber auf keinen Fall: Als wir gestern nichts ahnend und wie üblich nach einem netten Barbesuch zur Hauptstraße laufen wollten, um dort ein Taxi zu erwischen, wurde einer von uns von der Polizei festgenommen...

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Blantyre - die eigentliche Hauptstadt

Ich sitze gerade in der Sonne auf einer Bank vor dem Schulgebäude der Grundschule und warte auf meinen Transport zur Academy. Meine erste Unterrichtsstunde hat zwar bereits vor zehn Minuten angefangen, aber bisher ist noch niemand aufgetaucht, um mich abzuholen. Das gibt mir etwas Zeit, ein paar Zeilen über Blantyre zu schreiben, größte Stadt Malawis und Mittelpunkt unseres täglichen Lebens.

Obwohl Lilongwe die Hauptstadt unseres Gastlandes ist, leben und arbeiten weitaus mehr Menschen im südlicher gelegenen Blantyre. Das hat geschichtliche Gründe, denn Blantyre war, nach Zomba und vor Lilongwe einstige Hauptstadt und Regierungssitz...

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Ein Haufen Arbeit

Eine ganze Woche ist seit dem letzten Eintrag vergangen und das liegt – ihr werdet’s nicht glauben – daran, dass ich vorher keine Zeit hatte. Die Blantyre Baptist Academy beschäftigt mich jetzt Montag- bis Donnerstagvormittag, 7:30 bis 12:00 Uhr, Computerunterricht in Form 1-4. Montags- bis Mittwochsnachmittags ist danach Computer Club bei der Baptist Convention Primary School angesagt, anderthalb Stunden am Tag für Standard 4 und 5. Donnerstagnachmittag Sportunterricht. Der ganze Freitag ist für die Office-Arbeiten, die Auswertung der Anwesenheitslisten, die anfallenden Computerprobleme reserviert. Abends und am Wochenende...

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Wochenendausflug in den Nationalpark

Mit etwas Verspätung folgen heute die Erlebnisse des vergangenen Wochenendes. Das geplante Hitch-Hiking-Wettrennen musste leider ausfallen, es ließen sich nicht genügend Zelte auftreiben. Spontan wie wir seit Afrika sind haben wir uns daraufhin für eine Nationalpark-Tour in den Süden entschieden. Auf der wunderschönen Panorama-Straße Richtung Chikwawa, mit Blick auf die riesigen Zuckerplantagen des Südens, wurden wir von heftigsten Regenfällen begleitet, die uns zwar mehrmals zum Anhalten zwangen aber nicht von unserem Ziel abbringen konnten. Und wir wurden nicht enttäuscht...

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Der zweite Einbruch

Am Montag wurde zum zweiten Mal in unser Haus eingebrochen. Die Täter sind äußerst professionell vorgegangen, haben keine Spuren hinterlassen und in der Nachbarschaft wurden keine verdächtigen Geräusche gehört. Geklaut haben Sie – nichts. In den Hauptrollen: David, Meryem, unsere Kollegin Freeda und ich.

Wir kamen gerade von einem Bierchen im Doogles, einer Backpacker-Bar in Blantyre. Zusammen mit den beiden Beit-Cure-Freiwilligen, zwei Finnen, einer Britin und einer weiteren Deutschen haben wir so unsere erste Chichewa-Einheit ausklingen lassen. Seit dieser Woche und für mindestens die nächsten drei Monate werden wir zweimal wöchentlich Unterricht im French Cultural Center gleich bei uns um die Ecke nehmen.

Naja, und von diesem Abend eben kamen wir ohne Schlüssel zurück. Den hatten wir nämlich in unser Geheimversteck auf dem Fenstersims gelegt, da wir zu unterschiedlichen Zeiten das Haus verlassen hatten. Problem: Das Fenster wurde während unserer Abwesenheit von den beiden Nachtwächtern von außen zugedrückt. Ein paar Millimeter Glas standen nun im Weg.

Der erste Ansatz, vom Büro nebenan über den kleinen Schacht unter die Decke, rüberkrabbeln und in unserem Haus wieder einstiegen, ist an einer eingezogenen Zwischenwand gescheitert. Das Schloss konnte nicht geknackt werden, war nämlich diesmal etwas sicherer als das letzte. Und die Scheibe einschlagen war ja auch irgendwie keine Option. Glücklicherweise wohnt auf dem Campus der Schule noch Freeda, unsere Kollegin in der Schuladministration. Sie schaffte es, sich am Gitter vor der Tür vorbei zu zwängen und die eigentliche Tür zu öffnen, die kann nämlich nicht abgeschlossen werden. Dann konnte sie den Schlüssel holen und von innen aufschließen... Damit sind wir schon wieder in unser Haus eingebrochen, und es war schon wieder viel zu einfach :-D

Heute Nachmittag war ich beim Frisör. Immer wieder auf die lange Bank geschoben, musste es heute mal endlich sein, mein Sichtfeld war schon stark eingeschränkt. Das Ergebnis ist nicht unbedingt optimal, kann aber noch korrigiert werden. Jedenfalls ist es mir besser ergangen als manch anderem Freiwilligen dessen Haare einem Zwei-Millimeter-Rasierer zum Opfer gefallen sind.

Heute hat uns der Schulleiter der Blantyre Baptist Academy mitgeteilt, dass zehn Computer angekommen sind. Warum schafft es die Academy, in weniger als einer Woche zehn Computer zu organisieren, wenn unsere Schule hier in vier Monaten keinen einzigen bekommen hat? Morgen werde ich mir die mal anschauen und das Computer Lab einrichten!

Am Freitag ist John Chilembwe-Tag, Nationalfeiertag in Malawi. Das verlängerte Wochenende werden wir für eine Tramp-Rally nutzen. Die Idee, geboren aus der Planung zu einer Tour in den Süden, ist recht einfach beschrieben: Drei Teams zu je zwei Leuten (bzw. einer Dreierteam) versuchen, als erstes den südlichsten Punkt Malawis zu erreichen, ohne Geld auszugeben. Minibusse fallen also weg. Damit aber nicht ein Team durch übermäßiges Glück eine Mitfahrgelegenheit bis zum Zielpunkt erwischt, müssen unterwegs verschiedene Aufgaben bewältigt werden, wie z.B. das Bild mit der Gruppe an der Shire-Brücke, die Mitnahme einer Zuckerrohrstange aus den Illovo Sugar Estates oder der Stempel an der mosambikanischen Grenze. Übernachtet wird im mitgeschleppten Zelt, gegessen wird, was aus Blantyre mitgenommen und auf dem Feuer zubereitet wurde. Zurück geht es mit dem einzigen Zug Malawis, der von Nsanje im Süden nach Blantyre fährt. Ob alle ankommen ist nicht sicher, aber Spaß ist garantiert! Wer noch ein Team anmelden möchte: Am Freitag, 15. Januar 2010, um sieben Uhr morgens in Blantyre, Malawi ;-)

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Blantyre Baptist Academy

Die letzte Woche war eine übliche Arbeitswoche mit gewohnt wenig zu tun. Ein paar Listen mussten getippt, die Anwesenheit der Schüler überprüft und protokolliert und ein Drucker eingerichtet werden. Die restliche Zeit habe ich mit der Website verbracht, die ich für BACOMA erstellen soll. Am Mittwoch sollte ich erfahren, dass ich auf die Computer, auf die ich schon dreimal vertröstet wurde, noch mindestens bis Mitte März warten muss.

Sehr gelegen kam daher auch die Anfrage der Blantyre Baptist Academy an unseren Chef, ob wir nicht unter der Woche ein wenig Arbeit bei ihnen erledigen könnten. Wir sollten doch einmal schauen, ob wir in unserem engen Zeitplan bei BACOMA und der Schule noch ein wenig Platz für dieses Projekt schaffen könnten...

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Frohes neues Jahr!

Allen erstmal ein frohes neues Jahr! New Year yabwino!

Wir haben von Weihnachten bis Neujahr frei bekommen und sind daher an den See gefahren, zum bewährten Cape MacLear. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass es dort wunderschöne Sandstrände, blaues, klares, badewannenwarmes Wasser und jeden Tag Temperaturen ab 30°C im Schatten gibt? Aber ich will ja niemanden neidisch machen :-P Fairerweise muss man aber dazusagen, dass wir uns mitten in der Regenzeit befinden. Das merkt man spätestens dann, wenn das Zelt völlig durchnässt ist und – wie in einer Nacht geschehen – durch orkanartige Stürme zusammenbricht...

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Kleidung kaufen auf dem Markt

Viel getan hat sich die letzten Tage nicht. Wir haben unserem Attendance Monitoring Tool den letzten Schliff gegeben, habe hier und da nochmal kurz als Vertretung unterrichtet und ein paar Listen getippt. Mittlerweile sind auch alle offenen Stellen an der Schule besetzt worden, die neuen Lehrer wirken sehr kompetent und haben viel Erfahrung.

Gestern war dann der letzte Schultag, der für uns mit einem Treffen aller Lehrer endete, indem wir darauf hingewiesen wurden, dass die Schule ein Geschäft ist. Die Eltern sind die Kunden. Außerdem wurde festgehalten, dass das Vor-die-Tür-Setzen keine Strafe für Schüler sei, Schlagen sei da viel effektiver...

Letztes Wochenende stand ein Marktbesuch mit Fred und Jonas auf dem Programm. Besonders Samstag kann man dort immer sehr gut Kleidung kaufen, denn da kommen immer die neuen Pakete der Altkleidersammlung aus Amerika und Europa an...

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Lang, lang ist's her

Lange ist es her, seit dem letzten Blogeintrag. Viel passiert ist aber nicht. Die Schule hat sich im Laufe der ersten Woche immer weiter gefüllt, wobei laut Schulleitung unsere Malerarbeiten einen Beitrag zur Anzahl der Neuanmeldungen geleistet haben. Von der alten Belegschaft sind nur noch zwei Lehrer übrig, dem Rest wurde gekündigt und einzelne – wie im Falle der stellvertretenden Schulleiterin – sind aus persönlichen Gründen gegangen, vermutlich zu einer anderen Schule. Dafür wurden aber auch genug neue, sehr gute Lehrer eingestellt, die über viel Erfahrung verfügen. Auf Reception und Nursery, die zusammen die Vorschule bilden, wird besonderen Wert gelegt. Da die Eltern den Fortschritt der Schule Anhang des Fortschritts der kleinsten Schüler beurteilen würden. Und da die Schule im Moment auf Vordermann gebracht werden soll, sind dort nun mit Meryem insgesamt vier Lehrerinnen am Werk...

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Malerarbeiten beendet, Schule bunt

Knapp war’s, aber es hat gepasst: Gestern Abend um 20 Uhr sind wir mit dem Streichen fertig geworden. Fünf Räume in fünf Farben, hell und groß sind sie jetzt. Das Schöner-Wohnen-Team wäre stolz auf uns. Unsere Kollegen sind es jedenfalls, denn unsere Arbeit kam sehr gut an. Unser Chef hat sich gefreut wie ein kleines Kind und wäre am liebsten nochmal zur Schule gegangen, um in einem der Räume unterrichtet zu werden. Unsere Kollegen glauben nun, wir seien neben unserem Lehrerdasein auch ausgebildete Maler und auch Eltern und Schüler waren angenehm überrascht – zumindest uns gegenüber. :-P...

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Wir schwingen die Pinsel

streichen1 Nachdem wir bei unserem Besuch in Lilongwe Geld von unserer Entsendeorganisation für den Kauf von Wandfarbe bekommen haben, wollten wir am Montag eigentlich voller Tatendrang loslegen. Fünf Klassenzimmer sollten erst mit einer deckenden weißen Grundierung übermalt und dann in grundschülerfreundlichen Tönen gestrichen werden. Doch weil kein Diesel aufzutreiben war, konnten wir die Farben nicht abholen. Malerwerkzeuge hatten wir auch noch nicht. So blieb für uns nach dem Ausräumen der Zimmer erstmal keine Arbeit mehr. Awa hat jemand mal zu uns gesagt. Africa wins again...

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Advent, Advent, kein Lichtlein brennt. Oder: Die anhaltende Dieselknappheit

Zuerst einmal allen einen schönen ersten Advent :-) Wir haben davon eher zufällig erfahren. Weihnachtsstimmung ist hier nicht. Wenn man von Shoprite absieht, wo die Regale voller Weihnachtsgeschenk-Kauf-mich-Puppen stehen und die Verkäufer kitschige rote Zipfelmützen tragen, ist hier eigentlich so gar nicht Weihnachten. Kein Schnee, stattdessen 30°C im Schatten. Nirgendwo Tannen, eher Palmen und Papaya-Bäume. Es ist nicht die Zeit der Plätzchen, es ist Saison für gegrillte Mini-Heuschrecken.

Aber das nur am Rande. Viel akuter als das bevorstehende Fest ist nämlich die anhaltende Dieselknappheit...

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Harte Arbeitswoche und die Pläne fürs Wochenende

Die ganze letzte Woche war recht entspannt. Jedes Mal, wenn wir - wie am Vortag ausgemacht - um acht Uhr auf der Matte standen, um an weiteren Vorbereitungs-Workshops für die Lehrer teilzunehmen, wurden wir auf den nächsten Tag vertröstet. Ich habe meine Schemes of Work angefertigt, also die Unterrichtsplanung für den Computerunterricht für den ganzen Term (4 Monate). Allerdings sollte ich mal die Datumsangaben weglassen, man wisse ja nicht, wann die Computer letztlich kämen und ich mit dem Unterricht beginnen könne ;-)...

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Schule öffnet erst am 7. Dezember

Blantyre   BACOMA hat beschlossen, seine Schule erst am 7. Dezember offiziell zu öffnen. Noch gestern Nachmittag wurde allen Eltern und Schülern Bescheid gegeben, erst in zwei Wochen wiederzukommen. Damit wird einer Entscheidung der Regierung Rechnung getragen, die allen privaten Schulen die frühzeitige Öffnung verboten hat. BACOMA kommt damit einer Zwangsschließung der Schule zuvor.

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Der Tag an dem Joyce Meyer kam

Das ganze letzte Wochenende über herrschte Ausnahmezustand hier in Blantyre. Joyce Meyer – eine uns bis dato völlig unbekannte, hier aber total gehypte Fernsehpredigern aus Amerika – hat Malawi besucht. Neben dem Stadion wurde ein riesiges Festzelt aufgebaut, sogar schon Anfang letzter Woche. In den Zeitungen und im Büro gab es kaum ein anderes Thema und selbst die riesigen, mehrere Monate alten Wahlplakate vom amtierenden Präsidenten Bingu waren durch auffallend dezente Plakate auf Englisch und Chichewa ersetzt worden, die ein deutlich nachbearbeitetes, trotzdem unmodisches Gesicht zeigten, das vermutlich zu Frau Meyer gehörte. Irgendwann gab es in der ganzen Stadt keine unplakatierte Laterne mehr (soviele gibt es allerdings auch nicht), sodass auch uns irgendwann aufgefallen ist, dass Joyce Meyer ganz schön populär sein musste. Auf Nachfrage haben wir immer die gleiche Gegenfrage bekommen, aus einem Mund, der uns nicht zu glauben schien: „Wie, ihr kennt Joyce Meyer nicht?“...

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Und noch ein Berg: Michiru Mountain besiegt

Heute haben wir den 1.476m hohen Michiru Mountain erklommen. Er liegt in einem kleinen Waldreservat, das 50 Kwacha Eintritt kostet. Wir hatten allerdings das Gefühl, dass mangels Besucher der Pförtner, der die umgerechnet 20 Cent eingesammelt hat, mehr Geld kostet als er einnimmt...

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Taxi im Graben und Teil eins der Alltags-Serie

Die letzte Woche über haben wir tatsächlich gearbeitet! Morgens und teilweise nachmittags hatten wir Workshops mit den anderen Lehrern zu Themen wie Unterrichtsvorbereitung, Methodik und – sehr ausführlich – zu den Prinzipien von BACOMA: Hardworking, Resourcefulness, Productivity, Christian Values, Excellence und Teamwork. War auch alles sehr interessant, aber nicht sonderlich effektiv...

Mittlerweile musste ich auch erfahren, dass die Computer doch nicht so bald kommen. Die NGO hat‘s verplant und vergessen sie zu bestellen. Kommen also mit der nächsten Lieferung Mitte Januar (wer’s glaubt).

Und gestern Abend dann der Schock fürs Leben: Eigentlich wollten wir ja nur in eine kleine Bar in Blantyre fahren. Dummerweise ist der Taxifahrer mit seinem Taxi von der Straße abgekommen. Weiter ging‘s dafür auf seitlich angebrachten, zwanzig Zentimeter hohen Beton-Stoppern, die für den Unterboden des Fahrzeugs sicherlich unbequem waren, unsere Geschwindigkeit aber glücklicherweise stark reduzieren konnten. Denn in Blantyre sind parallel zur Hauptstraße anderthalb Meter tiefe, betonierte Rinnen angebracht, die in der Regenzeit für den nötigen Wasserabfluss sorgen. In einer solchen endete unsere Fahrt...

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Wie wir die Küche abbrennen, wie wir den Berg bezwingen und wie wir in unser Haus einbrechen

Nachdem am Montag früh einer der Mitarbeiter von BACOMA in unserem Wohnzimmer stand, um mich (und damit die anderen und vier Gäste) zu wecken, weil eine Windows XP-CD aufgetaucht ist, sind für mich doch noch anderthalb Arbeitstage in unsere zweite Urlaubswoche gerutscht. Ein weiterer Computer konnte nun von den lästigen Viren befreit werden.

Während unseres überaus abwechslungsreichen Mittagessens (Toast mit Tomaten) ist dann passiert was eigentlich öfter passiert. Nur diesmal war’s schlimmer. Eines vorneweg: Unser Toaster toastet solange, bis man die Brotscheiben gewaltsam entfernt. Von alleine springt er nicht nach oben. Daher haben wir auch schon den einen oder anderen Toast ein Sekündchen zu lange drin gelassen und mussten einen schwarzen, verkohlten Klumpen aus dem Toaster in den Mülleimer verfrachten. Uns sind auch schon vereinzelt Flammen aus dem Toaster entgegengeschlagen. Daher waren wir auch erstmal nicht sonderlich beeindruckt als Mery einen „Waaah, der Toaster brennt!“-Schrei aus der Küche ins Wohnzimmer schallen ließ. Erst als der Schrei ein zweites mal kam und wir uns in die Küche bewegt hatten, mussten wir feststellen...

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Urlaub in Cape Maclear

Da im Moment Schulferien sind, haben wir eine Woche frei bekommen, in der wir in den Norden nach Rumphi fahren wollten. Unser erster Zwischenstopp war der abgeschieden am See liegende Touristenort Cape Maclear. Weil aber die Minibusfahrt über die Maßen anstrengend und Cape Maclear wahnsinnig toll war, haben wir einfach die ganze Woche dort verbracht :-D Herrlicher Sandstrand, Palmen, blaues Wasser und direkt am See das Zelt! Wir waren Schwimmen, Schnorcheln, Fischen und den gefangenen Fisch auf einer kleinen Insel grillen, und und und.

Cape Maclear selber ist nur der Name der Bucht, die komplett in einem Nationalpark liegt, der auch von der UNESCO sehr geschätzt wird. Ausgenommen vom Nationalpark ist das Dorf Chembe, das leider sehr, sehr touristisch geprägt ist. Am Strand wird man alle paar Meter von einem tour guide angesprochen. Zu dem trotz allem noch sehr traditionellen Dorf hat sich für die Männer nämlich neben dem Häuserbauen und Fischen noch das Geschäftsfeld des Touristenführers aufgetan. Die Einwohner von Chembe haben sich dazu sogar organisiert: Eine Tour Guiders Association hat die Angebote und die Preise abgesprochen (die übrigends touristenfreundlich in Dollar angegeben werden) und die kleinen Gruppen der Guides haben sich auf die am Strand gelegenen Lodges aufgeteilt und rotieren wöchentlich. Das führt dazu, dass ein bis zwei kleinen Gruppen für jede Lodge zuständig sind. Grade jetzt in der Nebensaison (bald fängt die Regenzeit an), wo wenige Gäste da sind, wird sehr aufdringlich versucht, einen zum Buchen eines Schnorchel-Trips oder eines Fisch-Barbecue zu bewegen.

Aus den Gesprächen mit Dodo, einem der Touristenführer, haben wir auch erfahren, dass der Chief des Dorfes die traditionellen Tänze verboten und ins 20km entferne Nachbardorf verlagert hat, damit durch das laute Geschrei und die Trommeln die Touristen nicht abgeschreckt werden.

Als wir gerade gemütlich beim Fischen mit improvisierter Angelschnur (Nylonfaden mit Haken, dicke Schraube als Gewicht und ein alter Flip-Flop als Aufwickelung) in einem kleinen Ruderboot auf dem Malawi-See unterwegs waren, bekamen wir auch noch einen Anruf von Grenna...

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End-of-term-party und wie das mit dem Nationalpark richtig geht

Am Donnerstag war für die Kinder der letzte Schultag. Eigentlich wird schon die ganze Woche nichts mehr gelernt, aber am Donnerstag wurde das dann richtig gefeiert. Und zwar wirklich gefeiert: Alle Kinder hatten Berge von Süßigkeiten (oder Reis) dabei und nachdem für die Präsentation am Freitag alles geübt war, gingen alle in ihre Klassenzimmer und schaufelten alles in sich hinein. Wobei alle ihre Sachen mit anderen geteilt, und auch – oder vorallem – denen abgegeben haben, die gar nichts dabei hatten. Auch den Lehrern wollten alle Schüler immer etwas abgeben. Nach dem „Essen“ ging dann die eigentliche Party los. Irgendjemand hatte ein kleines Radio mit einer Musikkassette in die große Halle gestellt und alle, wirklich alle Kinder – und das sind knapp 170 – fingen an, wie wild herumzurennen, zu hüpfen, zu kreischen und ausgelassen zu kreischen. Die ganze Veranstaltung wäre in Deutschland in die Kategorie „völlig aus dem Ruder gelaufen“ gefallen. Hier haben sich alle nur gefreut :-)

Am Freitag war dann in derselben Halle die Präsentation von Gedichten, kleinen Sketchen und Vorträgen, die die Schüler einstudiert hatten. Leider war nur eine Hand voll Eltern da, die sich da ganze angeschaut hatten...

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Mua Mission, Senga Bay, Krankenhaus, Arbeiten

Mittlerweile bin ich wieder in Blantyre und habe Internet. Eine Menge passiert in der Zwischenzeit, aber der Reihe nach:

Bevor wir vorletztes Wochenende nach Mua aufgebrochen sind kam mein Chef zu mir, weil einer der Computer wieder Viren hatte (noch haben fast alle welche, aber zwei konnte ich mittlerweile befreien). Ein mir nicht bekanntes und am Tag zuvor definitiv nicht installiertes Programm names Antivirus Pro 2010 meldete knapp 20 verschiedene Viren auf dem Computer, die dringend entfernt werden sollten. Das könne aber nur die Vollversion. Kostenpunkt: 30$. Und das blöde Programm lässt sich nicht entfernen, zumindest nicht mit herkömmlichen Mitteln. Eine kurze Recherche im Internet bestätigte mir dann: Das Programm selber ist ein Fake, das einem zum Kauf einer (nutzlosen) Vollversion bewegen will, in dem es nicht vorhandene Viren erkennt. Mit ein paar Kniffen lässt es sich zum Glück auch entfernen. Bleibt nur die Frage, wer es installiert hat...

Die ganze letzte Woche über war, wie ja bereits kurz berichtet, Kulturkurs in der Mua Mission...

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Kleines Lebenszeichen

Die vergangene Woche war recht entspannt, am Donnerstag war naemlich Muttertag und somit frei. Am Freitag hatten wir ein Meeting mit der Schulleitung, wo wir unsere Ideen fuer die summer terms nochmals vorgestellt und vorallem den von Meryem erarbeiteten Unterrichtsplan erklaert haben. Leider fehlt seit einigen Tagen die Druckertinte fuer alle Drucker, genausolang wird aber auch angeblich neue besorgt. Jedenfalls konnten wir wichtige Listen nicht ausdrucken, in die sich die Schueler eintragen muessen, und zwar am Montag (also gestern). Da wir aber seit dem Wochenende nicht mehr da sind, koennen wir nicht sagen, ob das geschehen ist...

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Autowerkstatt, Brieffreundschaft

Gestern habe ich tatsächlich noch ein wenig arbeiten können. Aber vorher bin ich mit unserem Chef, Simon, losgezogen, um sein Auto reparieren zu lassen. Die Werkstatt bestand zwar nur aus einem kleinen Hof mit winzigem Büro voller gebrauchter Toyota-Ersatzteile, dem Automechaniker, seinem Gehilfen, fünf verschiedenen Schraubenziehern und einem Hammer. Aber es reichte, um die kaputten Scheibenwischer zu reparieren (indem ein neuer Scheibenwischer-Motor eingebaut wurde).

Während seiner Arbeit war der Mechaniker sehr gesprächig, wollte sich immer mit mir unterhalten. Gleich am Anfang fragte er mich, wo ich herkomme. Aus Deutschland? Dann könne ich ihm doch Software für die Autos schicken. Die Diagnoseprogramme für Ford, Opel, Mercedes, BMW. An die käme ich doch sicher ran. Wir könnten gemeinsam ein business aufmachen. Er schraubt, ich liefere die Software. Wir würden Dollars machen ohne Ende :-D Er hat mir nicht geglaubt, dass keiner meiner bekannten Autos repariert und ich nicht an die Software komme. Dann solle ich ihm doch wenigstens eine Frau mitbringen, wenn schon nicht die Software :-P...

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Malawi vs. Elfenbeinküste

Am Donnerstag waren wir am Stadion, um Fußballtickets zu kaufen. Es gibt vier Kategorien: Auf der Riesentribüne für 500 Kwacha (2,50 €), auf einer besseren Tribüne für 2.500 Kwacha (12,50 €), auf der überdachten Tribüne (5.000 Kwacha, 25 €) und im VIP-Bereich (10.000 Kwacha, 50 €). Wir haben uns für die 2.500er-Tickets entschieden, nachdem wir von einer sehr netten Malawierin vorher durchs Stadion geführt wurden. Die Riesentribünen reichen nämlich vom Boden bis weit in den Himmel und man muss sieben bis acht (!) Stunden vorher da sein, wenn man einen halbwegs tollen Platz ergattern möchte. Ohne Dach im Sonnenschein wohlbemerkt. Für unsere Tickets mussten wir lediglich eine Dreiviertelstunde vorher da sein.

Am Freitag sollte es ein neues Meeting geben. Eigentlich irgendwann morgens...

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Party in Blantyre und Empfang beim Botschafter

Wir ankündigt hatten wir am Wochenende volles Haus. Letztendlich waren wir sogar zu elft, haben uns Blantyre und Limbe angeschaut und sind abends in einer sehr netten Bar namens Doogles abgestiegen. Eigentlich eine Backpacker-Lodge und auch generell sehr teuer war die überwiegende Zahl der Gäste weiß. Drei weiße Malawier, gegen die einige von uns mehrere Runden Billard spielten, gaben eine Runde nach der anderen aus. Bei einem Preis von weniger als einem Euro pro Flasche Carlsberg-Bier ist das Loch im Geldbeutel am nächsten Tag allerdings nicht ganz so groß, wie das in Deutschland der Fall wäre...

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Kurzer Zwischenbericht

Die letzten Tage habe ich einen Rechner neu aufgesetzt und damit alle Viren darauf entfernt. Weil aber die CDs für die anderen Rechner fehlen und nicht auffindbar sind, heißt es erst mal warten. Am TTC könnte es noch die entsprechenden CDs geben, die sind da ganz gut ausgerüstet. Aber der Lehrer, der weiß wo, der ist grade im Urlaub. Daher gab es auch heute Morgen für mich nichts Richtiges zu tun. Dafür ist jetzt wieder die ganze Wäsche gewaschen :-D...

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Der Klempner und das Post Office

Gleich vorne weg: Wir haben heute wieder nicht so richtig gearbeitet. Mit Grenna haben wir unsere Ziele für dieses Jahr besprochen und nachmittags habe ich noch herausgefunden, dass sich der Virus auf den Computern nicht entfernen lässt und die Systeme neu aufgesetzt werden müssen...

Bei uns war heute der Klempner, weil die Wasserhähne am Spülbecken zu kurz sind (also nur so grade eben übers Becken reichen). Außerdem tut einer nicht. Der Klempner kam allerdings ohne Werkzeug, hat den einen (bisher nicht funktionierenden) Wasserhahn abgeschraubt und siehe da: Es kam Wasser raus. Allerdings nun aus einem Loch in der Wand und fast kochend heiß. Nur das Verlängerungsstück passte leider nicht und so musste der alte Hahn wieder drauf, was nicht ganz einfach war...

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Pommes, Regen, Stadtrundfahrt

Heute war – wer hätte es auch anders erwartet – mal wieder kein Arbeitstag. Stattdessen sind wir auf Sightseeing-Tour gefahren, und zwar – weil alle zur Verfügung stehenden Autos doch nicht zur Verfügung standen oder kaputt waren – mit dem Minibus. Aber das einzige große Ziel war die Blantyre Mission Church, von der ich Fotos bei Flickr hochgeladen habe...

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Mount Soche bezwungen!

Gestern haben wir nachgeholt, was wir letztes Wochenende nicht geschafft haben: Den Berg zu erklimmen. Allerdings heißt er Soche und nicht Michiru, der liegt woanders.

Der Berg selber ist knappe 1.600 Meter hoch und schwieriger zu besteigen, als angenommen...

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Drei Tage gearbeitet und schon wieder einer frei

Da ich noch keinen Computerunterricht geben kann (mangels Computern), wollte ich mich dann meinen anderen Aufgabenfeldern zuwenden, statt wieder einen ganzen Tag damit zu verbringen, einem Lehrer beim Unterrichten zuzuschauen. Zu diesen Aufgaben zählt die Computer in der Verwaltung auf Vordermann bringen und mich um einen Internetanschluss kümmern.

Das solle die Stellvertreterin von Simon entscheiden (der Chef, der aber im Moment auf Dienstreise ist)...

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Unterricht in Malawi

Gestern haben wir unseren freien Tag genossen. Bisher hatten wir eigentlich nur freie Tage, aber gestern war offizieller Feiertag (nämlich das Ende vom Fastenmonat Ramadan). Das haben wir genutzt, um mit dem Minibus ins Stadtzentrum von Blantyre zu fahren und auf dem Markt einzukaufen. Noch größer als der Markt in Lilongwe und mindestens dreimal so viel los! Jeder Verkäufer hatte natürlich die besten Tomaten und die billigsten Bananen, aber wir sind uns sicher, dass wir trotz langem Handeln immer noch viel zu hohe Preise bezahlen mussten...

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Die ersten Tage in Blantyre

Endlich kann ich mich mal aus Blantyre melden! Wir sind gut hier angekommen, nach einer fünfstündigen Fahrt von Lilongwe in den Süden Malawis. Die Straße nach Blantyre ist komplett geteert, aber nicht immer in gutem Zustand. Oftmals zieren tiefe Schlaglöcher das Straßenbild, manche sogar einen halben Meter tief! Besonders nachts ist das ein Problem, weil es keine Straßenbeleuchtung gibt und viele Autos ohne Licht fahren, sodass die Fahrer oft keine Möglichkeit haben, den Schlaglöchern auszuweichen.

In Blantyre wohnen wir eigentlich zu Dritt in einem kleinen Haus mit Wohnzimmer, Küche, Bad, Abstellkammer und für jeden ein eigenes Schlafzimmer. Eigentlich...

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