Die neuesten Alben

  • London
  • Zomba Plateau
  • Victoria Falls

johannes schäfer weltwärts malawi afrika blog berichte stadtgespraeche

Alle Berichte in der Kategorie "Stadtgespräche"



Jacaranda Music Explosion, oder: Wie wir das Haus gerockt haben

Aus und vorbei. Der bisher wahrscheinlich größte Meilenstein in meinem weltwärts-Jahr ist gelegt worden, ein organisatorisches Riesenwerk hat seinen finalen Showdown erreicht. Jacaranda Music Explosion, das seit Wochen von uns vorbereitete Benefiz-Konzert für Jacaranda, ist gestern hochgegangen und hat zwar keinen großen Krater aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen...

Weiterlesen!



Bingu liebt Callista - die Hochzeit des Präsidenten

Lilongwe ist außer Rand und Band. Straßen sind gesperrt und geschmückt, alle anderen verstopft. Bei TV Malawi und allen drei Radiosendungen gibt es seit zwei Wochen kein anderes Thema mehr. Die Zeitungen sind heute voller roter Herzen. „Love in the air“ titelt The Nation und ist heute dank zahlreicher Glückwunschanzeigen doppelt dick. Malawi News hat ein Sonderblatt herausgebracht. In großer Lettern prangt darauf: „Presidential Wedding“. Der Präsident heiratet also...

Weiterlesen!



Große Party bei uns und Käsekuchen in Dedza

Hat mal wieder lange auf sich warten lassen, der Blogeintrag. Habe einfach in letzter Zeit nicht mehr so viele freie Minuten, in denen ich mich dazu aufraffen würde, was zu tippen. Trotzdem sollen die Ereignisse der letzten anderthalb Wochen nicht unerwähnt bleiben.

Hausparty bei uns
Am Freitagabend haben wir bei uns den Geburtstag einer Bekannten gefeiert, die bei Jacaranda arbeitet. Geplant war draußen, auf dem Gelände vor unserem Haus, zu feiern. Natürlich hat es geregnet. Wir haben unser Haus zwar schon darauf vorbereitet, alles Zerbrechliche oder Wertvolle in unsere Zimmer gesperrt und das Wohnzimmer aufgeräumt. Aber trotzdem sind fast 35 Gäste doch eine Belastungsprobe für unser Haus gewesen...

Weiterlesen!



Gefangen in Arbeit, gefangen von der Polizei

Tut mir Leid, dass die Blogeinträge immer weniger werden, aber in letzter Zeit gibt’s einfach so viel zu tun. Die Arbeit in der Academy verschlingt mit Vorbereitung immer den ganzen Morgen, danach Unterricht bei der Grundschule, hier mal ein Brief tippen und da mal Fotos machen, dann die Brieffreundschaft mit der englischen Partnerschule, wofür grade wieder Antworten geschrieben werden... Aber ich möchte mich nicht beklagen, ich bin wirklich froh, dass das tagtägliche rumhängen und nichts tun ein Ende hat!

Langweilig wird’s hier aber auf keinen Fall: Als wir gestern nichts ahnend und wie üblich nach einem netten Barbesuch zur Hauptstraße laufen wollten, um dort ein Taxi zu erwischen, wurde einer von uns von der Polizei festgenommen...

Weiterlesen!



Der zweite Einbruch

Am Montag wurde zum zweiten Mal in unser Haus eingebrochen. Die Täter sind äußerst professionell vorgegangen, haben keine Spuren hinterlassen und in der Nachbarschaft wurden keine verdächtigen Geräusche gehört. Geklaut haben Sie – nichts. In den Hauptrollen: David, Meryem, unsere Kollegin Freeda und ich.

Wir kamen gerade von einem Bierchen im Doogles, einer Backpacker-Bar in Blantyre. Zusammen mit den beiden Beit-Cure-Freiwilligen, zwei Finnen, einer Britin und einer weiteren Deutschen haben wir so unsere erste Chichewa-Einheit ausklingen lassen. Seit dieser Woche und für mindestens die nächsten drei Monate werden wir zweimal wöchentlich Unterricht im French Cultural Center gleich bei uns um die Ecke nehmen.

Naja, und von diesem Abend eben kamen wir ohne Schlüssel zurück. Den hatten wir nämlich in unser Geheimversteck auf dem Fenstersims gelegt, da wir zu unterschiedlichen Zeiten das Haus verlassen hatten. Problem: Das Fenster wurde während unserer Abwesenheit von den beiden Nachtwächtern von außen zugedrückt. Ein paar Millimeter Glas standen nun im Weg.

Der erste Ansatz, vom Büro nebenan über den kleinen Schacht unter die Decke, rüberkrabbeln und in unserem Haus wieder einstiegen, ist an einer eingezogenen Zwischenwand gescheitert. Das Schloss konnte nicht geknackt werden, war nämlich diesmal etwas sicherer als das letzte. Und die Scheibe einschlagen war ja auch irgendwie keine Option. Glücklicherweise wohnt auf dem Campus der Schule noch Freeda, unsere Kollegin in der Schuladministration. Sie schaffte es, sich am Gitter vor der Tür vorbei zu zwängen und die eigentliche Tür zu öffnen, die kann nämlich nicht abgeschlossen werden. Dann konnte sie den Schlüssel holen und von innen aufschließen... Damit sind wir schon wieder in unser Haus eingebrochen, und es war schon wieder viel zu einfach :-D

Heute Nachmittag war ich beim Frisör. Immer wieder auf die lange Bank geschoben, musste es heute mal endlich sein, mein Sichtfeld war schon stark eingeschränkt. Das Ergebnis ist nicht unbedingt optimal, kann aber noch korrigiert werden. Jedenfalls ist es mir besser ergangen als manch anderem Freiwilligen dessen Haare einem Zwei-Millimeter-Rasierer zum Opfer gefallen sind.

Heute hat uns der Schulleiter der Blantyre Baptist Academy mitgeteilt, dass zehn Computer angekommen sind. Warum schafft es die Academy, in weniger als einer Woche zehn Computer zu organisieren, wenn unsere Schule hier in vier Monaten keinen einzigen bekommen hat? Morgen werde ich mir die mal anschauen und das Computer Lab einrichten!

Am Freitag ist John Chilembwe-Tag, Nationalfeiertag in Malawi. Das verlängerte Wochenende werden wir für eine Tramp-Rally nutzen. Die Idee, geboren aus der Planung zu einer Tour in den Süden, ist recht einfach beschrieben: Drei Teams zu je zwei Leuten (bzw. einer Dreierteam) versuchen, als erstes den südlichsten Punkt Malawis zu erreichen, ohne Geld auszugeben. Minibusse fallen also weg. Damit aber nicht ein Team durch übermäßiges Glück eine Mitfahrgelegenheit bis zum Zielpunkt erwischt, müssen unterwegs verschiedene Aufgaben bewältigt werden, wie z.B. das Bild mit der Gruppe an der Shire-Brücke, die Mitnahme einer Zuckerrohrstange aus den Illovo Sugar Estates oder der Stempel an der mosambikanischen Grenze. Übernachtet wird im mitgeschleppten Zelt, gegessen wird, was aus Blantyre mitgenommen und auf dem Feuer zubereitet wurde. Zurück geht es mit dem einzigen Zug Malawis, der von Nsanje im Süden nach Blantyre fährt. Ob alle ankommen ist nicht sicher, aber Spaß ist garantiert! Wer noch ein Team anmelden möchte: Am Freitag, 15. Januar 2010, um sieben Uhr morgens in Blantyre, Malawi ;-)

Weiterlesen!



Advent, Advent, kein Lichtlein brennt. Oder: Die anhaltende Dieselknappheit

Zuerst einmal allen einen schönen ersten Advent :-) Wir haben davon eher zufällig erfahren. Weihnachtsstimmung ist hier nicht. Wenn man von Shoprite absieht, wo die Regale voller Weihnachtsgeschenk-Kauf-mich-Puppen stehen und die Verkäufer kitschige rote Zipfelmützen tragen, ist hier eigentlich so gar nicht Weihnachten. Kein Schnee, stattdessen 30°C im Schatten. Nirgendwo Tannen, eher Palmen und Papaya-Bäume. Es ist nicht die Zeit der Plätzchen, es ist Saison für gegrillte Mini-Heuschrecken.

Aber das nur am Rande. Viel akuter als das bevorstehende Fest ist nämlich die anhaltende Dieselknappheit...

Weiterlesen!



Der Tag an dem Joyce Meyer kam

Das ganze letzte Wochenende über herrschte Ausnahmezustand hier in Blantyre. Joyce Meyer – eine uns bis dato völlig unbekannte, hier aber total gehypte Fernsehpredigern aus Amerika – hat Malawi besucht. Neben dem Stadion wurde ein riesiges Festzelt aufgebaut, sogar schon Anfang letzter Woche. In den Zeitungen und im Büro gab es kaum ein anderes Thema und selbst die riesigen, mehrere Monate alten Wahlplakate vom amtierenden Präsidenten Bingu waren durch auffallend dezente Plakate auf Englisch und Chichewa ersetzt worden, die ein deutlich nachbearbeitetes, trotzdem unmodisches Gesicht zeigten, das vermutlich zu Frau Meyer gehörte. Irgendwann gab es in der ganzen Stadt keine unplakatierte Laterne mehr (soviele gibt es allerdings auch nicht), sodass auch uns irgendwann aufgefallen ist, dass Joyce Meyer ganz schön populär sein musste. Auf Nachfrage haben wir immer die gleiche Gegenfrage bekommen, aus einem Mund, der uns nicht zu glauben schien: „Wie, ihr kennt Joyce Meyer nicht?“...

Weiterlesen!



Taxi im Graben und Teil eins der Alltags-Serie

Die letzte Woche über haben wir tatsächlich gearbeitet! Morgens und teilweise nachmittags hatten wir Workshops mit den anderen Lehrern zu Themen wie Unterrichtsvorbereitung, Methodik und – sehr ausführlich – zu den Prinzipien von BACOMA: Hardworking, Resourcefulness, Productivity, Christian Values, Excellence und Teamwork. War auch alles sehr interessant, aber nicht sonderlich effektiv...

Mittlerweile musste ich auch erfahren, dass die Computer doch nicht so bald kommen. Die NGO hat‘s verplant und vergessen sie zu bestellen. Kommen also mit der nächsten Lieferung Mitte Januar (wer’s glaubt).

Und gestern Abend dann der Schock fürs Leben: Eigentlich wollten wir ja nur in eine kleine Bar in Blantyre fahren. Dummerweise ist der Taxifahrer mit seinem Taxi von der Straße abgekommen. Weiter ging‘s dafür auf seitlich angebrachten, zwanzig Zentimeter hohen Beton-Stoppern, die für den Unterboden des Fahrzeugs sicherlich unbequem waren, unsere Geschwindigkeit aber glücklicherweise stark reduzieren konnten. Denn in Blantyre sind parallel zur Hauptstraße anderthalb Meter tiefe, betonierte Rinnen angebracht, die in der Regenzeit für den nötigen Wasserabfluss sorgen. In einer solchen endete unsere Fahrt...

Weiterlesen!



Malawi vs. Elfenbeinküste

Am Donnerstag waren wir am Stadion, um Fußballtickets zu kaufen. Es gibt vier Kategorien: Auf der Riesentribüne für 500 Kwacha (2,50 €), auf einer besseren Tribüne für 2.500 Kwacha (12,50 €), auf der überdachten Tribüne (5.000 Kwacha, 25 €) und im VIP-Bereich (10.000 Kwacha, 50 €). Wir haben uns für die 2.500er-Tickets entschieden, nachdem wir von einer sehr netten Malawierin vorher durchs Stadion geführt wurden. Die Riesentribünen reichen nämlich vom Boden bis weit in den Himmel und man muss sieben bis acht (!) Stunden vorher da sein, wenn man einen halbwegs tollen Platz ergattern möchte. Ohne Dach im Sonnenschein wohlbemerkt. Für unsere Tickets mussten wir lediglich eine Dreiviertelstunde vorher da sein.

Am Freitag sollte es ein neues Meeting geben. Eigentlich irgendwann morgens...

Weiterlesen!