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Alle Berichte in der Kategorie "Reiseberichte"



Tiwonana Mawa

Mit Chichewa hat’s angefangen, mit Chichewa hört’s auch wieder auf. Mit „Wir sehen uns morgen“ lässt sich der Titel übersetzen. In einer halben Stunde geht nämlich mein Flug, morgen früh bin ich dann bereits wieder in Deutschland.

Wie erwartet ist das letzte halbe Jahr noch schneller rum gegangen, als das erste. Dabei fällt die Bilanz wegen der neuen und erfüllenden Arbeit bei Jacaranda deutlich besser aus, als noch zum Halbzeitbericht.

Und auch über die letzten drei Wochen lässt sich etwas berichten. Allerdings nicht vom Endseminar in Chintheche, das habe ich nämlich mit der dritten Lebensmittelvergiftung und einer Malaria im Bett verbracht. Vorher haben wir aber bereits ein unterhaltsames Wochenende in Nkhata Bay verbracht, sodass ich nicht völlig umsonst die Tagesreise in den hohen Norden angetreten bin :-D

Zurück in Blantyre habe ich dann mit etwas Schwierigkeiten noch ein paar traditionelle Gewänder schneidern lassen (ein Kleid wurde leider in Zoll statt Zentimetern gefertigt, viel zu groß), allen Bekannten und manchen Unbekannten auf Wiedersehen gesagt und wir haben für alle ehemaligen Kollegen von BACOMA und Jacaranda und allen anderen Freunden eine große Abschiedsparty geschmissen, dazu Chili con carne gekocht und die Bude auf den Kopf gestellt. Was durch einen anschließenden fünftägigen Wasser- und Stromausfall besonders pikant wurde...

nationalflagge malawi neu Übrigens, die malawische Nationalflagge wurde nun tatsächlich geändert. Gerüchten zufolge soll nun auch noch die Nationalhymne geändert werden, da hier das Wort „Armut“ fällt. Dr. Bingu wa Mutharika, der Präsident von Malawi, will auch die Landeswährung Kwacha umbennen, in Kwayera, was so viel bedeutet wie „Sonnenaufgang“. Etwas widersprüchlich zur Änderung der Flagge, wo ja die aufgehende durch eine aufgegangene Sonne ersetzt wurde.

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Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende

Und meistens hat das, was ein Ende hat, auch eine Fortsetzung. Das mein weltwärts-Jahr in Malawi eine Fortsetzungen haben wird, das steht schon fest. Zunächst in Deutschland durch die geplante Gründung von Jacaranda Foundation Germany. Später bestimmt auch wieder in Afrika, vielleicht auch in Malawi.

Aber vor der Fortsetzung kommt das Ende. Und das kommt schnell, nämlich in drei Wochen. Heute Abend fahren wir in Richtung See, um Meryems Geburtstag zu feiern. Danach erwartet uns eine Woche Endseminar, zur Reflexion des Erlebten. Im Anschluss der letzte Urlaub, auf der kleinen Insel Likoma im Malawi-See. Und wenn ich davon zurückkomme, werde ich noch drei Tage in Blantyre verbringen, eine Abschiedsparty feiern und dann nach Lilongwe fahren. Ein paar Tage, Gespräche und Abrechnungen später sitze ich dann im Flieger nach Hause. Am 24. August um genau zu sein, Ankunft voraussichtlich am 25. August um 8:35 Uhr in Stuttgart. Waaaah!

Da dies hier vermutlich mein vorletzter Blogeintrag aus Malawi war und ich die nächsten zwei Wochen wohl nicht schreiben kann, hier noch was Aktuelles zu Malawi:

flagge malawi schwarz rot gruenDie malawische Flagge besteht aus drei horizontalen farbigen Balken:

  • Schwarz steht für das Volk auf dem afrikanischen Kontinent
  • Rot steht für das Blut der Märtyrer, das im Kampf um die Unabhängigkeit vergossen wurde
  • Grün steht für die üppige Vegetation Malawis

Den oberen, schwarzen Balken ziert zusätzlich eine aufgehende, rote Sonne, die Malawis und Afrikas Aufbruch in eine neue, bessere Zukunft signalisieren soll. Weil die nach Meinung des amtieren Präsidenten, Dr. Bingu wa Mutharika, schon längst angebrochen, und Malawi ein äußerst entwickelter Staat sei, wird die Flagge geändert. Sie soll nun eine volle, weiße Sonne direkt im Zentrum tragen.

Der Nachfolger-Kandidat des 2014 aus dem Amt scheidenden Präsidenten wird übrigens dessen Bruder, Dr. Peter Mutharika, werden.

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Wie verhext

Hexen fliegen hier zwar nicht auf Besen, dafür aber auf Eulen. Und können sich auch wahlweise in diese verwandeln. Zum Repertoire gehören auch: Töten mit einem Augenschlag, Liebesblindheit bewirken und Impotenz hervorrufen. In Mulanje hat eine Hexe sogar einen Stein zur Welt gebracht.

Viele Malawier glauben an die Existenz und die Auswirkungen von Hexerei. Auf dem Ndirande Mountain sollte man sich nicht abseits der Pfade bewegen, weil es böse Geister gibt und hin und wieder wird jemand wegen „Witchcraft“ verhaftet und bisweilen sogar ins Gefängnis gesperrt...

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Grenzerfahrungen

Fünf Tage, vier Länder, drei Hauptstädte. Ich war mal wieder im Urlaub, habe Afrika auf Schienen durchquert, die Victoria-Fälle besucht und Grenzerfahrungen in verschiedener Hinsicht gemacht. Und zurzeit halte ich mich illegal in Malawi auf.

Dienstag war malawischer Nationalfeiertag. Und da Paraden zurzeit sowieso immer gestoppt werden, weil sie als Forum für Homosexuellen-Aktivisten dienen könnten, gab es nicht groß was zu verpassen. Also habe ich mir Montag und Mittwoch frei genommen und bin mit einem Freiwilligen aus Lilongwe für fünf Tage zu den Victoria-Fällen aufgebrochen...

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Funkstille beendet

Nach einem Monat Funkstille gibt es nun endlich wieder einen Bericht. Grund für die Schreibpause war ein dreiwöchiger Urlaub mit meiner Familie in Malawi und eine weitere stressige Woche, featuring Umzug, Bandauftritten, Cocktail-Party und Konzertorganisation. Aber der Reihe nach...

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Ab in den Süden

Am Samstag war bekanntlich erster Mai, was auch hier ein Feiertag ist und sogar mit einigen friedlichen Demonstrationsmärschen zelebriert wurde. Und wie das mit auf Wochenenden fallenden Feiertagen hier so ist, sie werden montags nachgeholt.

Der Hafen von Nsanje
Wir haben das verlängerte Wochenende genutzt, um uns ein Bild von einem Mythos zu verschaffen, der hier schon lange Gesprächsthema ist. Nämlich der geplante Inlandshafen in Nsanje, der südlichsten Stadt Malawis. Bingu, der amtierende Präsident, wirbt auf riesigen Plakaten für dessen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Landes und er hat damit auch nicht ganz unrecht. Denn in Malawi, das selber keinen Zugang zum Meer hat, ist alles äußerst teuer. Das trifft natürlich besonders Importgüter. Aber da sich Malawi in keinster Weise selbst versorgen kann ist es vom teuren Import abhängig, was bei den langen Transportwegen auch die Preise für alltägliche Dinge in die Höhe treibt. So sind die Lebenshaltungskosten hier beispielsweise zwei- bis dreimal höher, als in den Nachbarländern Tansania und Mosambik.

Der malawische Zugang zum Meer
Die Idee vom Nsanje-Hafen ist nun, durch den Ausbau des Shire-Flusses für die Container-Schifffahrt den Zugang zum Sambesi-Fluss zu schaffen, der wiederum bei Mosambik ins Meer führt...

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Bad Good Friday

Erstmal: Frohe Ostern! Ich hoffe, ihr hattet ein paar ruhige Tage!

Wir jedenfalls nur teilweise. Mit unserem australischen Nachbarn wollten wir das extra lange Wochenende nutzen und nach Nkhotakota fahren, einem Dorf am See mit einem wunderschönen Strandabschnitt und gemütlichen Lodges. Wir hatten uns sogar ein Auto gemietet, um möglichst viel aus den vier Tagen herauszuholen. Am (Kar-)Freitagmorgen war der7-Sitzer bepackt und abfahrbereit, und bot dank viel Gepäck grade genug Platz für uns fünf. So weit so gut.

Aber schon nach 200km hatten wir den ersten platten Reifen. Glücklicherweise passierten wir gerade eine Polizeikontrolle und fuhren Schritttempo. Also schnell das Ersatzrad drauf und weitergedüst. Doch der Spaß sollte nicht lange halten...

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Zwischenseminar und Schulausflug

Ich habe mir etwas Zeit gelassen, für diesen Beitrag. Liegt aber nur teilweise an Faulheit. Die Hälfte der letzten Zeit war ich unterwegs. Außerdem ist nach zwei Festplatten, zwei Handys und einem USB-Stick nun auch der Bildschirm vom Laptop kaputt. Ich konnte zwar noch einen alten Röhrenmonitor auftreiben, mit dessen Hilfe es mir gelang, die Daten zu sichern. Den aber immer mit zum Internet-Hotspot zu schleppen ist etwas mühsam, zumal es dort keine Steckdosen gibt.

Anfang März hatten wir – pünktlich zur Halbzeit – unser Zwischenseminar in Mangochi am See. Viel Programm, Zeit für Reflexion und die Möglichkeit alle Freiwilligen mal kennenzulernen...

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Chikala Pillars

Waschen in der Regenzeit hat so seine Tücken. Besonders wenn man von Hand waschen muss, wobei die Wäsche längst nicht so trocken wird, wie nach dem Schleudergang einer Waschmaschine. Auf jeden Fall habe ich drei Tage lang versucht, meine Wäsche zu trocknen. Eine Wäscheleine ziert unser Wohnzimmer und in jeder Minute, in der die Sonne den Regen ablöst, baue ich alles ab und draußen wieder auf. Bis es dann wieder anfängt zu regnen.

Am Mittwoch war Feiertag, von unserem Chef haben wir auch Donnerstag und Freitag frei bekommen. Zeit mal wieder etwas zu unternehmen. In einer eher unbekannten malawischen Reisezeitschrift haben wir einen Bericht über die Chikala Pillars gefunden, inklusive spektakulärem Foto. Es handelt sich dabei um zehn bis 15 Meter hohe, von Sandstürmen geformte Säulen. Ein verrückter Deutscher soll sie 1940 entdeckt und dort acht Jahre lang alleine in der Wildnis gelebt haben.

chikala pillars Eine recht interessante Wegbeschreibung und unser Sinn für Abenteuer haben uns also erst mal nach Zomba geführt...

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Große Party bei uns und Käsekuchen in Dedza

Hat mal wieder lange auf sich warten lassen, der Blogeintrag. Habe einfach in letzter Zeit nicht mehr so viele freie Minuten, in denen ich mich dazu aufraffen würde, was zu tippen. Trotzdem sollen die Ereignisse der letzten anderthalb Wochen nicht unerwähnt bleiben.

Hausparty bei uns
Am Freitagabend haben wir bei uns den Geburtstag einer Bekannten gefeiert, die bei Jacaranda arbeitet. Geplant war draußen, auf dem Gelände vor unserem Haus, zu feiern. Natürlich hat es geregnet. Wir haben unser Haus zwar schon darauf vorbereitet, alles Zerbrechliche oder Wertvolle in unsere Zimmer gesperrt und das Wohnzimmer aufgeräumt. Aber trotzdem sind fast 35 Gäste doch eine Belastungsprobe für unser Haus gewesen...

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Wochenendausflug in den Nationalpark

Mit etwas Verspätung folgen heute die Erlebnisse des vergangenen Wochenendes. Das geplante Hitch-Hiking-Wettrennen musste leider ausfallen, es ließen sich nicht genügend Zelte auftreiben. Spontan wie wir seit Afrika sind haben wir uns daraufhin für eine Nationalpark-Tour in den Süden entschieden. Auf der wunderschönen Panorama-Straße Richtung Chikwawa, mit Blick auf die riesigen Zuckerplantagen des Südens, wurden wir von heftigsten Regenfällen begleitet, die uns zwar mehrmals zum Anhalten zwangen aber nicht von unserem Ziel abbringen konnten. Und wir wurden nicht enttäuscht...

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Der zweite Einbruch

Am Montag wurde zum zweiten Mal in unser Haus eingebrochen. Die Täter sind äußerst professionell vorgegangen, haben keine Spuren hinterlassen und in der Nachbarschaft wurden keine verdächtigen Geräusche gehört. Geklaut haben Sie – nichts. In den Hauptrollen: David, Meryem, unsere Kollegin Freeda und ich.

Wir kamen gerade von einem Bierchen im Doogles, einer Backpacker-Bar in Blantyre. Zusammen mit den beiden Beit-Cure-Freiwilligen, zwei Finnen, einer Britin und einer weiteren Deutschen haben wir so unsere erste Chichewa-Einheit ausklingen lassen. Seit dieser Woche und für mindestens die nächsten drei Monate werden wir zweimal wöchentlich Unterricht im French Cultural Center gleich bei uns um die Ecke nehmen.

Naja, und von diesem Abend eben kamen wir ohne Schlüssel zurück. Den hatten wir nämlich in unser Geheimversteck auf dem Fenstersims gelegt, da wir zu unterschiedlichen Zeiten das Haus verlassen hatten. Problem: Das Fenster wurde während unserer Abwesenheit von den beiden Nachtwächtern von außen zugedrückt. Ein paar Millimeter Glas standen nun im Weg.

Der erste Ansatz, vom Büro nebenan über den kleinen Schacht unter die Decke, rüberkrabbeln und in unserem Haus wieder einstiegen, ist an einer eingezogenen Zwischenwand gescheitert. Das Schloss konnte nicht geknackt werden, war nämlich diesmal etwas sicherer als das letzte. Und die Scheibe einschlagen war ja auch irgendwie keine Option. Glücklicherweise wohnt auf dem Campus der Schule noch Freeda, unsere Kollegin in der Schuladministration. Sie schaffte es, sich am Gitter vor der Tür vorbei zu zwängen und die eigentliche Tür zu öffnen, die kann nämlich nicht abgeschlossen werden. Dann konnte sie den Schlüssel holen und von innen aufschließen... Damit sind wir schon wieder in unser Haus eingebrochen, und es war schon wieder viel zu einfach :-D

Heute Nachmittag war ich beim Frisör. Immer wieder auf die lange Bank geschoben, musste es heute mal endlich sein, mein Sichtfeld war schon stark eingeschränkt. Das Ergebnis ist nicht unbedingt optimal, kann aber noch korrigiert werden. Jedenfalls ist es mir besser ergangen als manch anderem Freiwilligen dessen Haare einem Zwei-Millimeter-Rasierer zum Opfer gefallen sind.

Heute hat uns der Schulleiter der Blantyre Baptist Academy mitgeteilt, dass zehn Computer angekommen sind. Warum schafft es die Academy, in weniger als einer Woche zehn Computer zu organisieren, wenn unsere Schule hier in vier Monaten keinen einzigen bekommen hat? Morgen werde ich mir die mal anschauen und das Computer Lab einrichten!

Am Freitag ist John Chilembwe-Tag, Nationalfeiertag in Malawi. Das verlängerte Wochenende werden wir für eine Tramp-Rally nutzen. Die Idee, geboren aus der Planung zu einer Tour in den Süden, ist recht einfach beschrieben: Drei Teams zu je zwei Leuten (bzw. einer Dreierteam) versuchen, als erstes den südlichsten Punkt Malawis zu erreichen, ohne Geld auszugeben. Minibusse fallen also weg. Damit aber nicht ein Team durch übermäßiges Glück eine Mitfahrgelegenheit bis zum Zielpunkt erwischt, müssen unterwegs verschiedene Aufgaben bewältigt werden, wie z.B. das Bild mit der Gruppe an der Shire-Brücke, die Mitnahme einer Zuckerrohrstange aus den Illovo Sugar Estates oder der Stempel an der mosambikanischen Grenze. Übernachtet wird im mitgeschleppten Zelt, gegessen wird, was aus Blantyre mitgenommen und auf dem Feuer zubereitet wurde. Zurück geht es mit dem einzigen Zug Malawis, der von Nsanje im Süden nach Blantyre fährt. Ob alle ankommen ist nicht sicher, aber Spaß ist garantiert! Wer noch ein Team anmelden möchte: Am Freitag, 15. Januar 2010, um sieben Uhr morgens in Blantyre, Malawi ;-)

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Frohes neues Jahr!

Allen erstmal ein frohes neues Jahr! New Year yabwino!

Wir haben von Weihnachten bis Neujahr frei bekommen und sind daher an den See gefahren, zum bewährten Cape MacLear. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass es dort wunderschöne Sandstrände, blaues, klares, badewannenwarmes Wasser und jeden Tag Temperaturen ab 30°C im Schatten gibt? Aber ich will ja niemanden neidisch machen :-P Fairerweise muss man aber dazusagen, dass wir uns mitten in der Regenzeit befinden. Das merkt man spätestens dann, wenn das Zelt völlig durchnässt ist und – wie in einer Nacht geschehen – durch orkanartige Stürme zusammenbricht...

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Und noch ein Berg: Michiru Mountain besiegt

Heute haben wir den 1.476m hohen Michiru Mountain erklommen. Er liegt in einem kleinen Waldreservat, das 50 Kwacha Eintritt kostet. Wir hatten allerdings das Gefühl, dass mangels Besucher der Pförtner, der die umgerechnet 20 Cent eingesammelt hat, mehr Geld kostet als er einnimmt...

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Wie wir die Küche abbrennen, wie wir den Berg bezwingen und wie wir in unser Haus einbrechen

Nachdem am Montag früh einer der Mitarbeiter von BACOMA in unserem Wohnzimmer stand, um mich (und damit die anderen und vier Gäste) zu wecken, weil eine Windows XP-CD aufgetaucht ist, sind für mich doch noch anderthalb Arbeitstage in unsere zweite Urlaubswoche gerutscht. Ein weiterer Computer konnte nun von den lästigen Viren befreit werden.

Während unseres überaus abwechslungsreichen Mittagessens (Toast mit Tomaten) ist dann passiert was eigentlich öfter passiert. Nur diesmal war’s schlimmer. Eines vorneweg: Unser Toaster toastet solange, bis man die Brotscheiben gewaltsam entfernt. Von alleine springt er nicht nach oben. Daher haben wir auch schon den einen oder anderen Toast ein Sekündchen zu lange drin gelassen und mussten einen schwarzen, verkohlten Klumpen aus dem Toaster in den Mülleimer verfrachten. Uns sind auch schon vereinzelt Flammen aus dem Toaster entgegengeschlagen. Daher waren wir auch erstmal nicht sonderlich beeindruckt als Mery einen „Waaah, der Toaster brennt!“-Schrei aus der Küche ins Wohnzimmer schallen ließ. Erst als der Schrei ein zweites mal kam und wir uns in die Küche bewegt hatten, mussten wir feststellen...

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Urlaub in Cape Maclear

Da im Moment Schulferien sind, haben wir eine Woche frei bekommen, in der wir in den Norden nach Rumphi fahren wollten. Unser erster Zwischenstopp war der abgeschieden am See liegende Touristenort Cape Maclear. Weil aber die Minibusfahrt über die Maßen anstrengend und Cape Maclear wahnsinnig toll war, haben wir einfach die ganze Woche dort verbracht :-D Herrlicher Sandstrand, Palmen, blaues Wasser und direkt am See das Zelt! Wir waren Schwimmen, Schnorcheln, Fischen und den gefangenen Fisch auf einer kleinen Insel grillen, und und und.

Cape Maclear selber ist nur der Name der Bucht, die komplett in einem Nationalpark liegt, der auch von der UNESCO sehr geschätzt wird. Ausgenommen vom Nationalpark ist das Dorf Chembe, das leider sehr, sehr touristisch geprägt ist. Am Strand wird man alle paar Meter von einem tour guide angesprochen. Zu dem trotz allem noch sehr traditionellen Dorf hat sich für die Männer nämlich neben dem Häuserbauen und Fischen noch das Geschäftsfeld des Touristenführers aufgetan. Die Einwohner von Chembe haben sich dazu sogar organisiert: Eine Tour Guiders Association hat die Angebote und die Preise abgesprochen (die übrigends touristenfreundlich in Dollar angegeben werden) und die kleinen Gruppen der Guides haben sich auf die am Strand gelegenen Lodges aufgeteilt und rotieren wöchentlich. Das führt dazu, dass ein bis zwei kleinen Gruppen für jede Lodge zuständig sind. Grade jetzt in der Nebensaison (bald fängt die Regenzeit an), wo wenige Gäste da sind, wird sehr aufdringlich versucht, einen zum Buchen eines Schnorchel-Trips oder eines Fisch-Barbecue zu bewegen.

Aus den Gesprächen mit Dodo, einem der Touristenführer, haben wir auch erfahren, dass der Chief des Dorfes die traditionellen Tänze verboten und ins 20km entferne Nachbardorf verlagert hat, damit durch das laute Geschrei und die Trommeln die Touristen nicht abgeschreckt werden.

Als wir gerade gemütlich beim Fischen mit improvisierter Angelschnur (Nylonfaden mit Haken, dicke Schraube als Gewicht und ein alter Flip-Flop als Aufwickelung) in einem kleinen Ruderboot auf dem Malawi-See unterwegs waren, bekamen wir auch noch einen Anruf von Grenna...

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End-of-term-party und wie das mit dem Nationalpark richtig geht

Am Donnerstag war für die Kinder der letzte Schultag. Eigentlich wird schon die ganze Woche nichts mehr gelernt, aber am Donnerstag wurde das dann richtig gefeiert. Und zwar wirklich gefeiert: Alle Kinder hatten Berge von Süßigkeiten (oder Reis) dabei und nachdem für die Präsentation am Freitag alles geübt war, gingen alle in ihre Klassenzimmer und schaufelten alles in sich hinein. Wobei alle ihre Sachen mit anderen geteilt, und auch – oder vorallem – denen abgegeben haben, die gar nichts dabei hatten. Auch den Lehrern wollten alle Schüler immer etwas abgeben. Nach dem „Essen“ ging dann die eigentliche Party los. Irgendjemand hatte ein kleines Radio mit einer Musikkassette in die große Halle gestellt und alle, wirklich alle Kinder – und das sind knapp 170 – fingen an, wie wild herumzurennen, zu hüpfen, zu kreischen und ausgelassen zu kreischen. Die ganze Veranstaltung wäre in Deutschland in die Kategorie „völlig aus dem Ruder gelaufen“ gefallen. Hier haben sich alle nur gefreut :-)

Am Freitag war dann in derselben Halle die Präsentation von Gedichten, kleinen Sketchen und Vorträgen, die die Schüler einstudiert hatten. Leider war nur eine Hand voll Eltern da, die sich da ganze angeschaut hatten...

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Mua Mission, Senga Bay, Krankenhaus, Arbeiten

Mittlerweile bin ich wieder in Blantyre und habe Internet. Eine Menge passiert in der Zwischenzeit, aber der Reihe nach:

Bevor wir vorletztes Wochenende nach Mua aufgebrochen sind kam mein Chef zu mir, weil einer der Computer wieder Viren hatte (noch haben fast alle welche, aber zwei konnte ich mittlerweile befreien). Ein mir nicht bekanntes und am Tag zuvor definitiv nicht installiertes Programm names Antivirus Pro 2010 meldete knapp 20 verschiedene Viren auf dem Computer, die dringend entfernt werden sollten. Das könne aber nur die Vollversion. Kostenpunkt: 30$. Und das blöde Programm lässt sich nicht entfernen, zumindest nicht mit herkömmlichen Mitteln. Eine kurze Recherche im Internet bestätigte mir dann: Das Programm selber ist ein Fake, das einem zum Kauf einer (nutzlosen) Vollversion bewegen will, in dem es nicht vorhandene Viren erkennt. Mit ein paar Kniffen lässt es sich zum Glück auch entfernen. Bleibt nur die Frage, wer es installiert hat...

Die ganze letzte Woche über war, wie ja bereits kurz berichtet, Kulturkurs in der Mua Mission...

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Kleines Lebenszeichen

Die vergangene Woche war recht entspannt, am Donnerstag war naemlich Muttertag und somit frei. Am Freitag hatten wir ein Meeting mit der Schulleitung, wo wir unsere Ideen fuer die summer terms nochmals vorgestellt und vorallem den von Meryem erarbeiteten Unterrichtsplan erklaert haben. Leider fehlt seit einigen Tagen die Druckertinte fuer alle Drucker, genausolang wird aber auch angeblich neue besorgt. Jedenfalls konnten wir wichtige Listen nicht ausdrucken, in die sich die Schueler eintragen muessen, und zwar am Montag (also gestern). Da wir aber seit dem Wochenende nicht mehr da sind, koennen wir nicht sagen, ob das geschehen ist...

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Der Nationalpark-Flop

Der Liwonde Nationalpark ist nur drei Stunden mit dem Minibus von Blantyre entfernt und wird gerne mit Elefanten- und Nilpferdgarantie beworben. Deshalb darf man ohne Auto auch nicht herein. Das war unser Problem. Aber von vorne:

Morgens mit dem Minibus zur Blantyre Bus Station. Dort haben wir erfahren, dass wir in Limbe fragen müssen. Das ist von unserem Haus genauso weit entfernt wie die Busstation – nur in die andere Richtung. Also zurück, auch gleich einen Minibus gefunden, halbe Stunde gewartet, dass er voll wird und losgedüst Richtung Liwonde. Die Heckklappe war nur von außen mit einer Schnur zugehalten, nach jedem größeren Hüpfer haben wir immer nachgeschaut, ob die Klappe und vielmehr unsere Rucksäcke noch da waren. Darin war nämlich unser Zelt, 10 Liter Wasser, Schlafsäcke, Decken, Klamotten etc. untergebracht. Was man halt so braucht für eine Nacht ohne Bett, Strom und Wasser im Nationalpark...

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Party in Blantyre und Empfang beim Botschafter

Wir ankündigt hatten wir am Wochenende volles Haus. Letztendlich waren wir sogar zu elft, haben uns Blantyre und Limbe angeschaut und sind abends in einer sehr netten Bar namens Doogles abgestiegen. Eigentlich eine Backpacker-Lodge und auch generell sehr teuer war die überwiegende Zahl der Gäste weiß. Drei weiße Malawier, gegen die einige von uns mehrere Runden Billard spielten, gaben eine Runde nach der anderen aus. Bei einem Preis von weniger als einem Euro pro Flasche Carlsberg-Bier ist das Loch im Geldbeutel am nächsten Tag allerdings nicht ganz so groß, wie das in Deutschland der Fall wäre...

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Mount Soche bezwungen!

Gestern haben wir nachgeholt, was wir letztes Wochenende nicht geschafft haben: Den Berg zu erklimmen. Allerdings heißt er Soche und nicht Michiru, der liegt woanders.

Der Berg selber ist knappe 1.600 Meter hoch und schwieriger zu besteigen, als angenommen...

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Kumbali Village und The Black Missionaries

Obwohl der letzte Beitrag noch immer nicht veröffentlicht werden konnte, hier ein neuer :-P Das Internet ist immer noch unbeständig und langsam, wir müssen alle zusammen mit einer 56kbit-Leitung auskommen.

Am Sonntagmorgen konnten wir etwas ausschlafen und sind dann zum Kumbali Cultural Village gefahren, das etwas außerhalb von Lilongwe liegt. Dort kann man in Lehmhütten wohnen, die für sehr viele Malawier noch immer zum Standard gehören. Daneben mit Sichtschutz versehene Plumpsklos, von fließend Wasser keine Spur.

Auf dem Dorfplatz gibt es (hauptsächlich wohl für Touristen) die Möglichkeit zum landestypischen frühstücken...

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