Ab in den Süden

Am Samstag war bekanntlich erster Mai, was auch hier ein Feiertag ist und sogar mit einigen friedlichen Demonstrationsmärschen zelebriert wurde. Und wie das mit auf Wochenenden fallenden Feiertagen hier so ist, sie werden montags nachgeholt.

Der Hafen von Nsanje
Wir haben das verlängerte Wochenende genutzt, um uns ein Bild von einem Mythos zu verschaffen, der hier schon lange Gesprächsthema ist. Nämlich der geplante Inlandshafen in Nsanje, der südlichsten Stadt Malawis. Bingu, der amtierende Präsident, wirbt auf riesigen Plakaten für dessen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Landes und er hat damit auch nicht ganz unrecht. Denn in Malawi, das selber keinen Zugang zum Meer hat, ist alles äußerst teuer. Das trifft natürlich besonders Importgüter. Aber da sich Malawi in keinster Weise selbst versorgen kann ist es vom teuren Import abhängig, was bei den langen Transportwegen auch die Preise für alltägliche Dinge in die Höhe treibt. So sind die Lebenshaltungskosten hier beispielsweise zwei- bis dreimal höher, als in den Nachbarländern Tansania und Mosambik.

Der malawische Zugang zum Meer
Die Idee vom Nsanje-Hafen ist nun, durch den Ausbau des Shire-Flusses für die Container-Schifffahrt den Zugang zum Sambesi-Fluss zu schaffen, der wiederum bei Mosambik ins Meer führt...

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