Montag, 5. April 2010 um 19:08 Uhr
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Bad Good Friday
Erstmal: Frohe Ostern! Ich hoffe, ihr hattet ein paar ruhige Tage!
Wir jedenfalls nur teilweise. Mit unserem australischen Nachbarn wollten wir das extra lange Wochenende nutzen und nach Nkhotakota fahren, einem Dorf am See mit einem wunderschönen Strandabschnitt und gemütlichen Lodges. Wir hatten uns sogar ein Auto gemietet, um möglichst viel aus den vier Tagen herauszuholen. Am (Kar-)Freitagmorgen war der7-Sitzer bepackt und abfahrbereit, und bot dank viel Gepäck grade genug Platz für uns fünf. So weit so gut.
Aber schon nach 200km hatten wir den ersten platten Reifen. Glücklicherweise passierten wir gerade eine Polizeikontrolle und fuhren Schritttempo. Also schnell das Ersatzrad drauf und weitergedüst. Doch der Spaß sollte nicht lange halten. Keine halbe Stunde später platze uns der rechte Vorderreifen bei voller Fahrt. Ziemlich blödes Gefühl, kann ich euch sagen und Gott sei Dank hatten wir keinen Gegenverkehr, denn auf dieser Spur wäre es eng geworden... Der einzige Zeuge unseres „Unfalls“ war ein Malawier, der bei dem lauten Knall sein Fahrrad weggeschmissen hat und panisch in den Busch gesprungen ist.
Da standen wir nun, mehrere Kilometer vom nächsten Dorf entfernt und ohne Ersatzrad. Zu zweit sind wir dann per Anhalter die 60 Kilometer nach Salima getrampt und haben dort den ersten platten Reifen flicken lassen. Zwar nur notdürftig mit etwas Klebstoff und einem Stück alten Schlauch, aber besser als nichts. Anschließend zurück getrampt und nach dreieinhalb Stunden konnten wir mit einem störrisch-verklemmten Wagenheber das neue alte Rad aufziehen.
Doch noch immer ist unsere Geschichte nicht vorbei. Denn schon recht bald mussten wir gelegentliche Ausfälle der Elektronik feststellen, bis sich irgendwann nicht einmal mehr die Tachonadel bewegte. Schnell angehalten, Motor aus. Fehler! Der Keilriemen war gerissen, die Batterie komplett leer und das Auto ein Automatik-Getriebe. Anschieben wäre also sinnlos. Unser Gelber Engel kam schließlich eine halbe Stunde später in Form eines reichen Malawiers mit japanischem Kleinwagen und Ladekabeln. So konnten wir das Auto starten und unsere Tour bis Salima fortsetzen, wo wir einen viel zu kleinen Keilriemen fanden und provisorisch einbauen konnten. Klimaanlage nun nicht mehr betriebsbereit.
Die Autovermietung war für diesen Fall nicht gerüstet. Vom nächsten Stützpunkt aus wurde uns für den nächsten Morgen sieben Uhr ein VW Golf als Ersatzfahrzeug versprochen. Natürlich kam kein Golf und erst recht nicht um sieben. Stattdessen konnten wir ab neun Uhr in einem Toyota Gracia die Fahrt fortsetzen und erreichten schließlich doch noch Nkhotakota! Und ich kann euch sagen, der Stress hat sich gelohnt. Aber seht selbst:
http://johannes-in-malawi.de/2010/04/05/bad-good-friday/
Informationen
| Orte | Blantyre Nkhotakota Salima |
| Veröffentlicht | Montag, 5. April 2010 um 19:08 Uhr |
| Kategorien | Reiseberichte |
| Stichworte | Auto, Panne, Reifen, See, Urlaub |















Martin vor 2 Jahren
Sweet ;)
Teresa vor 2 Jahren
Super schoene Bilder!!! :) Gruesse meine Schwester mal von mir ;-)
bjs vor 2 Jahren
Wenn mal einer nicht weiß, was Eu-Stress ist, schicke ich ihm den Link...