Sonntag, 8. November 2009 um 14:06 Uhr

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Urlaub in Cape Maclear

Da im Moment Schulferien sind, haben wir eine Woche frei bekommen, in der wir in den Norden nach Rumphi fahren wollten. Unser erster Zwischenstopp war der abgeschieden am See liegende Touristenort Cape Maclear. Weil aber die Minibusfahrt über die Maßen anstrengend und Cape Maclear wahnsinnig toll war, haben wir einfach die ganze Woche dort verbracht :-D Herrlicher Sandstrand, Palmen, blaues Wasser und direkt am See das Zelt! Wir waren Schwimmen, Schnorcheln, Fischen und den gefangenen Fisch auf einer kleinen Insel grillen, und und und.

Cape Maclear selber ist nur der Name der Bucht, die komplett in einem Nationalpark liegt, der auch von der UNESCO sehr geschätzt wird. Ausgenommen vom Nationalpark ist das Dorf Chembe, das leider sehr, sehr touristisch geprägt ist. Am Strand wird man alle paar Meter von einem tour guide angesprochen. Zu dem trotz allem noch sehr traditionellen Dorf hat sich für die Männer nämlich neben dem Häuserbauen und Fischen noch das Geschäftsfeld des Touristenführers aufgetan. Die Einwohner von Chembe haben sich dazu sogar organisiert: Eine Tour Guiders Association hat die Angebote und die Preise abgesprochen (die übrigends touristenfreundlich in Dollar angegeben werden) und die kleinen Gruppen der Guides haben sich auf die am Strand gelegenen Lodges aufgeteilt und rotieren wöchentlich. Das führt dazu, dass ein bis zwei kleinen Gruppen für jede Lodge zuständig sind. Grade jetzt in der Nebensaison (bald fängt die Regenzeit an), wo wenige Gäste da sind, wird sehr aufdringlich versucht, einen zum Buchen eines Schnorchel-Trips oder eines Fisch-Barbecue zu bewegen.

Aus den Gesprächen mit Dodo, einem der Touristenführer, haben wir auch erfahren, dass der Chief des Dorfes die traditionellen Tänze verboten und ins 20km entferne Nachbardorf verlagert hat, damit durch das laute Geschrei und die Trommeln die Touristen nicht abgeschreckt werden.

Als wir gerade gemütlich beim Fischen mit improvisierter Angelschnur (Nylonfaden mit Haken, dicke Schraube als Gewicht und ein alter Flip-Flop als Aufwickelung) in einem kleinen Ruderboot auf dem Malawi-See unterwegs waren, bekamen wir auch noch einen Anruf von Grenna. Die Balaka-Farm kann nicht mehr besucht werden, wir haben also eine weitere Woche Urlaub. Außerdem hat die Regierung die Schulferien um eine Woche verlängert. Das bedeutet noch eine weitere Woche :-P Natürlich gibt es auch wieder Bilder von unserer Tour auf Flickr:

Zwischendrin haben wir die Lodge gewechselt und dort drei Freiwillige aus Südafrika getroffen, die ihren Dienst beendet haben und nun durch Afrika touren. Nach der Woche sind sie noch spontan mit nach Blantyre gekommen.

Dazu kamen noch fünf Malawi-Freiwillige, die in Blantyre gerade eine Agrar-Fortbildung machen, vier Freiwillige aus dem nahen Mulanje, einer aus Rumphi und so hatten wir mit 16 Leuten wieder volles Haus, das sich gestern Abend in den Blue Elefant verlagert hat, das zwar keine große, aber Malawis größte Disko ist. Die Übergänge zwischen den Liedern waren allerdings etwas ruppig und erinnerten entfernt an den Windows Media Player.

Nächste Woche geht es dann wahrscheinlich in den Süden. Entweder nach Nsanje, dem südlichsten Punkt Malawis, oder zum Mulanje Bergmassiv. Wir haben ja zwei Wochen insgesamt ;-)

© Johannes Schäfer - http://johannes-in-malawi.de

http://johannes-in-malawi.de/2009/11/08/urlaub-in-cape-maclear/

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Informationen

Orte Blantyre
Cape MacLear
Veröffentlicht Sonntag, 8. November 2009 um 14:06 Uhr
Kategorien Reiseberichte
Stichworte Cape MacLear, Fischen, Freiwillige, Schulferien
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Ein Kommentar zu diesem Bericht:

  1. bjs
    bjs vor 3 Jahren

    Tolle Bilder!


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