Sonntag, 1. November 2009 um 15:57 Uhr

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End-of-term-party und wie das mit dem Nationalpark richtig geht

Am Donnerstag war für die Kinder der letzte Schultag. Eigentlich wird schon die ganze Woche nichts mehr gelernt, aber am Donnerstag wurde das dann richtig gefeiert. Und zwar wirklich gefeiert: Alle Kinder hatten Berge von Süßigkeiten (oder Reis) dabei und nachdem für die Präsentation am Freitag alles geübt war, gingen alle in ihre Klassenzimmer und schaufelten alles in sich hinein. Wobei alle ihre Sachen mit anderen geteilt, und auch – oder vorallem – denen abgegeben haben, die gar nichts dabei hatten. Auch den Lehrern wollten alle Schüler immer etwas abgeben. Nach dem „Essen“ ging dann die eigentliche Party los. Irgendjemand hatte ein kleines Radio mit einer Musikkassette in die große Halle gestellt und alle, wirklich alle Kinder – und das sind knapp 170 – fingen an, wie wild herumzurennen, zu hüpfen, zu kreischen und ausgelassen zu kreischen. Die ganze Veranstaltung wäre in Deutschland in die Kategorie „völlig aus dem Ruder gelaufen“ gefallen. Hier haben sich alle nur gefreut :-)

Am Freitag war dann in derselben Halle die Präsentation von Gedichten, kleinen Sketchen und Vorträgen, die die Schüler einstudiert hatten. Leider war nur eine Hand voll Eltern da, die sich da ganze angeschaut hatten. Mehr waren es dann schon, als die Ergebnisse der Schüler in den Abschlussarbeiten vorgestellt wurden. Nach Position in der Klasse wurden die Schüler aufgerufen, die besten bekamen Taschen geschenkt und reichlich Applaus. Die stolzen Eltern der Klassenbesten ließen sich es auch nicht nehmen, vorzurennen und ihre Sprösslinge zu umarmen (zumindest die Eltern, die da waren).

Nachmittags habe ich mit dem neuen Freiwilligen zusammen einen Pastor besucht, der hier auf dem Gelände ein Büro hat. Er war vor einiger Zeit in Deutschland und hat von unserem Vorgänger ein Software-Paket bekommen, das wir uns abholen wollten. Wir haben lange gequatscht und irgendwann kam dann Tee und Toast und so wurde aus dem kleinen Besuch ein Zwei-Stunden-Gespräch. Alles während der Arbeit, aber für so etwas hat man in Malawi immer Zeit.

Gestern haben wir nachgeholt, was beim letzten Mal total danebengegangen ist: Der Besuch vom Liwonde National Park. Diesmal mit eigenem Auto (gefahren vom Bruder einer Arbeitskollegin), höchst motiviert und insgesamt zu sechst gings um acht Uhr los. Naja, planmäßig. Letztlich gings um kurz nach neun los, aber das ist hier nicht so das Problem.

Als wir schließlich zwei Stunden später da waren, wussten wir auch, dass es sich gelohnt hatte: Im Park selber haben wir unzählige Antilopen, Perlhühner, Nilpferde, Elefanten, Gnus, Affen, Geier und andere Bewohner gesehen. Knapp tausend Fotos sind‘s geworden :-) Wie immer bei Flickr zu sehen:


© Johannes Schäfer - http://johannes-in-malawi.de

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Informationen

Orte Blantyre
Liwonde
Veröffentlicht Sonntag, 1. November 2009 um 15:57 Uhr
Kategorien Reiseberichte, Schulgeschehen
Stichworte Nationalpark, Schule, Veranstaltungen
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