Freitag, 25. September 2009 um 11:53 Uhr
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Drei Tage gearbeitet und schon wieder einer frei
Da ich noch keinen Computerunterricht geben kann (mangels Computern), wollte ich mich dann meinen anderen Aufgabenfeldern zuwenden, statt wieder einen ganzen Tag damit zu verbringen, einem Lehrer beim Unterrichten zuzuschauen. Zu diesen Aufgaben zählt die Computer in der Verwaltung auf Vordermann bringen und mich um einen Internetanschluss kümmern.
Das solle die Stellvertreterin von Simon entscheiden (der Chef, der aber im Moment auf Dienstreise ist). Die ist nur blöderweise seit zwei Tagen nicht erschienen, und die einzige Person die wissen könnte, wo sie steckt – nämlich ihre Sekretärin – ist auch noch nicht da. Also erstmal warten
Als Jacqueline, die Sekretärin, schließlich kommt, weiß sie aber auch nicht wo ihre Chefin ist, sie vermutet in Lilongwe. Ich darf mich aber trotzdem um die Computer kümmern. Und die haben bis auf eine Ausnahme alle einen ziemlich hartnäckigen Virus, der sich über die USB-Sticks der Mitarbeiter verbreitet und dabei alle Anti-Virenprogramme ausgeschaltet hat. Weil es kein Internet-Anschluss gibt pendle ich also immer vom nahe gelegenen Internetcafé zurück zu BACOMA, um andere Programme herunterzuladen und schließlich zu testen. Leider bisher nur mit mäßigem Erfolg, denn angeblich kann der Virus nicht entfernt werden, das System muss neu aufgesetzt werden. Es gibt aber kein Backup :-|
Die Mitarbeiter im Office sind alle sehr nett und auch im Umgang mit den Computern ziemlich kompetent. Allerdings wird hier längst nicht so intensiv gearbeitet, wie ich das von Deutschland kenne. Ab und zu kommen Mitarbeiter eine halbe Stunde zu spät zur Arbeit (manche Lehrer auch gar nicht!), zwischendrin wird Zeitung gelesen, und wenn am Computer eine Virenüberprüfung läuft, wird dem Statusbalken 15 Minuten lang zugesehen
Trotzdem wird das Arbeitspensum erfüllt!
Von uns als Lehrern wird erwartet, dass wir mit Anzughose, Hemd und Krawatte erscheinen! Daher haben wir uns am ersten Tag in Blantyre gleich mal alles zugelegt. Anzughose für fünf, Lackschuhe für sieben Euro. Hemd hatte ich dabei, Krawatte hab ich mir von David geliehen. Mittlerweile haben wir aber gemerkt, dass man zumindest auf letztere doch verzichten kann, solange man zur Arbeit geht. In den Gottesdiensten gehört sie aber wohl schon dazu.
Am Donnerstag war dann auch Grenna wieder da, die Stellvertreterin von Simon. Eigentlich hätten wir noch gar nicht unterrichten sollen, es gab einen Plan mit verschiedenen Punkten á la Einführung in BACOMA, Vortrag über kulturelle Differenzen, Beschreibung der Aufgabenfelder etc. Das haben wir dann nachmittags nachgeholt. Ich bin jetzt auch offiziell erstmal nur im Büro tätig, bis Simon wieder da ist und seine Pläne zum Computerunterricht vorstellt.
Heute ist schon wieder ein freier Tag für uns, den wir nutzen werden, um ein paar Sehenswürdigkeiten von Blantyre zu besuchen und nette Bars auszumachen.
http://johannes-in-malawi.de/2009/09/25/drei-tage-gearbeitet-und-schon-wieder-einer-frei/
Informationen
| Orte | Blantyre |
| Veröffentlicht | Freitag, 25. September 2009 um 11:53 Uhr |
| Kategorien | Büroarbeit, Schulgeschehen |
| Stichworte | Computer, Einleben, Viren |















Martin vor 3 Jahren
Machen die das Projekt in Blantyre zum ersten Mal? Oder woran liegt das, dass die immer noch keine Computer haben, obwohl sie ja seit über einem Jahr wissen, dass ein "Informatik-Lehrer" kommt?
Und zum Thema Tauchen: Ja, mach das auf jeden Fall! Und der Malawi-See soll ja zum Tauchen auch gar nicht mal so schlecht sein. Zudem kostet ein Tauchschein in Malawi wohl nur ein Bruchteil von dem was er in Deutschland kostet =) Und ja, wir haben unseren Tauchschein immer noch bzw. haben den ehrlich gesagt noch gar nicht erhalten (Bearbeitungszeit etc.) =D
Cheers,
Jana
bjs vor 3 Jahren
Ich hab' immer gewußt, daß aus Dir nochmal was wird...
bjs
Ursula vor 3 Jahren
Ziehst Du den Anzug dann auch zur Gartenarbeit an? :)
Gibts ein Foto? :D
lG, M.