Sonntag, 13. September 2009 um 17:01 Uhr
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Grillparty im weltwärts-Haus
So, drei Tage lang nicht mehr geschrieben. Aber es gab auch nicht wirklich viel zu berichten. Am Freitag haben wir hier beim weltwärts-Haus eine Grillparty geschmissen, für die Vertreter der Partnerorganisationen, die direkten Kollegen und die Mentoren. Und natürlich für uns
Die meisten sind auch gekommen, die Mentorin für uns Blantyre-Leute war aber leider verhindert. Dafür kennen wir den Headmaster von BACOMA schon. Er hat uns zusammen mit unserer Entsendeorganisation vorbereitet und beispielsweise die Kultureinführung übernommen. BACOMA steht für Baptists Convention of Malawi, die Organisation, bei der ich meinen Freiwilligendienst leisten werde. Vom Headmaster habe ich auch schon ein paar Details erfahren, was meine Arbeit angeht. So sollen Schüler und Lehrer im Umgang mit Computern unterrichtet werden, eine Website erstellt und die Infrastruktur gekümmert werden. Letztere besteht aber noch nicht
Bisher sind nämlich angeblich nur zwei, drei museumsreife Rechner in der Schuladministration vorhanden, kein Computerraum. Aber der Headmaster war zuversichtlich, dass sich noch was auftreiben lässt.
Am nächsten Morgen hatten wir dann unsere letzte Chichewa-Lesson. Nachmittags sind schon die ersten zu ihren Einsatzplätzen gebracht worden, nach und nach wird dann das Haus hier leerer. Blantyre ist zum Schluss dran, wir werden also noch bis Dienstag hier bleiben.
Ein merkwürdiges Erlebnis vom Nachmittag: Eine malawische Frau hatte an unser Tor geklopft und dem Wächter gesagt, wir hätten mit ihr verabredet, dass wir hier Arbeit für sie hätten. Er hat sie erst einmal nicht reingelassen und uns gefragt, ob das stimmt. Irgendwas in der Art hatten wir aber nicht vereinbart, keiner konnte sich an die Frau erinnern. Vermutlich hat sie es einfach mal probiert, nachdem hier seit knapp zwei Wochen 16 Mzungu (Weiße) ein- und ausgehen. Sie hatte auch noch Guthabenkarten fürs Handy dabei, so als Plan B. Damit waren wir aber auch schon versorgt...
Handyguthaben kann hier an wirklich jeder Ecke gekauft werden, man muss meistens nicht mehr als 100m laufen. Die beiden großen (und vermutlich einzigen) Anbieter, Zain und TNM, haben dazu eine sehr kluge Distributionspolitik entwickelt. Das Guthaben wird auf Rubbelkarten an Straßenhändler und Kioske, Läden etc. verkauft, die es zu festen Preisen weiterverkaufen. So kann jeder schnell und einfach auch geringe Beträge erwerben und auf sein Handy laden. Über Handy läuft hier nämlich alles, ein Festnetz gibt es so gut wie nicht. Der Empfang ist überall in Lilongwe hervorragend und auch in den ländlichen Regionen soll man fast überall mobil telefonieren können.
Heute sind wir wieder mit Minibussen Essen gefahren. Ursprünglich Neunsitzer sind die Busse mit zusätzlichen Bänken ausgestattet. In unserem saßen zum Beispiel 21 Leute. Über die Zustände habe ich ja bereits mehrmals berichtet. Heute war die Scheibe kurz vor dem Krachen. Mehrere Risse, bei denen selbst Carglas keine Chance mehr hätte ![]()
Das war’s für heute
Liebe Grüße noch aus Lilongwe!
http://johannes-in-malawi.de/2009/09/13/grillparty-im-weltwaerts-haus/















Sascha vor 3 Jahren
Als ob! Carglas schafft alles! ;) Denn: Carglas repariert, Carglas tauscht aus! Mit den patentierten Reparatur-Harzen und für Kasko-Versicherte kostet's NIX! :P
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