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Alle Berichte im Jahr 2009



Kleidung kaufen auf dem Markt

Viel getan hat sich die letzten Tage nicht. Wir haben unserem Attendance Monitoring Tool den letzten Schliff gegeben, habe hier und da nochmal kurz als Vertretung unterrichtet und ein paar Listen getippt. Mittlerweile sind auch alle offenen Stellen an der Schule besetzt worden, die neuen Lehrer wirken sehr kompetent und haben viel Erfahrung.

Gestern war dann der letzte Schultag, der für uns mit einem Treffen aller Lehrer endete, indem wir darauf hingewiesen wurden, dass die Schule ein Geschäft ist. Die Eltern sind die Kunden. Außerdem wurde festgehalten, dass das Vor-die-Tür-Setzen keine Strafe für Schüler sei, Schlagen sei da viel effektiver...

Letztes Wochenende stand ein Marktbesuch mit Fred und Jonas auf dem Programm. Besonders Samstag kann man dort immer sehr gut Kleidung kaufen, denn da kommen immer die neuen Pakete der Altkleidersammlung aus Amerika und Europa an...

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Lang, lang ist's her

Lange ist es her, seit dem letzten Blogeintrag. Viel passiert ist aber nicht. Die Schule hat sich im Laufe der ersten Woche immer weiter gefüllt, wobei laut Schulleitung unsere Malerarbeiten einen Beitrag zur Anzahl der Neuanmeldungen geleistet haben. Von der alten Belegschaft sind nur noch zwei Lehrer übrig, dem Rest wurde gekündigt und einzelne – wie im Falle der stellvertretenden Schulleiterin – sind aus persönlichen Gründen gegangen, vermutlich zu einer anderen Schule. Dafür wurden aber auch genug neue, sehr gute Lehrer eingestellt, die über viel Erfahrung verfügen. Auf Reception und Nursery, die zusammen die Vorschule bilden, wird besonderen Wert gelegt. Da die Eltern den Fortschritt der Schule Anhang des Fortschritts der kleinsten Schüler beurteilen würden. Und da die Schule im Moment auf Vordermann gebracht werden soll, sind dort nun mit Meryem insgesamt vier Lehrerinnen am Werk...

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Malerarbeiten beendet, Schule bunt

Knapp war’s, aber es hat gepasst: Gestern Abend um 20 Uhr sind wir mit dem Streichen fertig geworden. Fünf Räume in fünf Farben, hell und groß sind sie jetzt. Das Schöner-Wohnen-Team wäre stolz auf uns. Unsere Kollegen sind es jedenfalls, denn unsere Arbeit kam sehr gut an. Unser Chef hat sich gefreut wie ein kleines Kind und wäre am liebsten nochmal zur Schule gegangen, um in einem der Räume unterrichtet zu werden. Unsere Kollegen glauben nun, wir seien neben unserem Lehrerdasein auch ausgebildete Maler und auch Eltern und Schüler waren angenehm überrascht – zumindest uns gegenüber. :-P...

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Alltags-Serie, Teil Zwei: Essen und Einkaufen

Es gibt in Malawi zwei große Supermarktketten. Die malawische Kette Peoples, die recht viele Filialen in allen mittelgroßen bis großen Städten betreibt, und die südafrikanische Shoprite-Kette, die nur je eine Niederlassung in Lilongwe und Blantyre hat. Shoprite hat in Südafrika das Image des schmuddeligen Billigladens, hier kaufen dort nur die obersten Einkommensschichten ein. Dementsprechend ist auch alles nicht ganz billig. Nach frischer Milch und Sahne sucht man aber auch da lange, und wenn man sie findet muss man dafür mindestens das Doppelte des deutschen Preises zahlen. Dasselbe gilt für Käse. 500g Gouda können locker 20 bis 30 Euro kosten...

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Wir schwingen die Pinsel

streichen1 Nachdem wir bei unserem Besuch in Lilongwe Geld von unserer Entsendeorganisation für den Kauf von Wandfarbe bekommen haben, wollten wir am Montag eigentlich voller Tatendrang loslegen. Fünf Klassenzimmer sollten erst mit einer deckenden weißen Grundierung übermalt und dann in grundschülerfreundlichen Tönen gestrichen werden. Doch weil kein Diesel aufzutreiben war, konnten wir die Farben nicht abholen. Malerwerkzeuge hatten wir auch noch nicht. So blieb für uns nach dem Ausräumen der Zimmer erstmal keine Arbeit mehr. Awa hat jemand mal zu uns gesagt. Africa wins again...

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Advent, Advent, kein Lichtlein brennt. Oder: Die anhaltende Dieselknappheit

Zuerst einmal allen einen schönen ersten Advent :-) Wir haben davon eher zufällig erfahren. Weihnachtsstimmung ist hier nicht. Wenn man von Shoprite absieht, wo die Regale voller Weihnachtsgeschenk-Kauf-mich-Puppen stehen und die Verkäufer kitschige rote Zipfelmützen tragen, ist hier eigentlich so gar nicht Weihnachten. Kein Schnee, stattdessen 30°C im Schatten. Nirgendwo Tannen, eher Palmen und Papaya-Bäume. Es ist nicht die Zeit der Plätzchen, es ist Saison für gegrillte Mini-Heuschrecken.

Aber das nur am Rande. Viel akuter als das bevorstehende Fest ist nämlich die anhaltende Dieselknappheit...

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Harte Arbeitswoche und die Pläne fürs Wochenende

Die ganze letzte Woche war recht entspannt. Jedes Mal, wenn wir - wie am Vortag ausgemacht - um acht Uhr auf der Matte standen, um an weiteren Vorbereitungs-Workshops für die Lehrer teilzunehmen, wurden wir auf den nächsten Tag vertröstet. Ich habe meine Schemes of Work angefertigt, also die Unterrichtsplanung für den Computerunterricht für den ganzen Term (4 Monate). Allerdings sollte ich mal die Datumsangaben weglassen, man wisse ja nicht, wann die Computer letztlich kämen und ich mit dem Unterricht beginnen könne ;-)...

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Schule öffnet erst am 7. Dezember

Blantyre   BACOMA hat beschlossen, seine Schule erst am 7. Dezember offiziell zu öffnen. Noch gestern Nachmittag wurde allen Eltern und Schülern Bescheid gegeben, erst in zwei Wochen wiederzukommen. Damit wird einer Entscheidung der Regierung Rechnung getragen, die allen privaten Schulen die frühzeitige Öffnung verboten hat. BACOMA kommt damit einer Zwangsschließung der Schule zuvor.

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Der Tag an dem Joyce Meyer kam

Das ganze letzte Wochenende über herrschte Ausnahmezustand hier in Blantyre. Joyce Meyer – eine uns bis dato völlig unbekannte, hier aber total gehypte Fernsehpredigern aus Amerika – hat Malawi besucht. Neben dem Stadion wurde ein riesiges Festzelt aufgebaut, sogar schon Anfang letzter Woche. In den Zeitungen und im Büro gab es kaum ein anderes Thema und selbst die riesigen, mehrere Monate alten Wahlplakate vom amtierenden Präsidenten Bingu waren durch auffallend dezente Plakate auf Englisch und Chichewa ersetzt worden, die ein deutlich nachbearbeitetes, trotzdem unmodisches Gesicht zeigten, das vermutlich zu Frau Meyer gehörte. Irgendwann gab es in der ganzen Stadt keine unplakatierte Laterne mehr (soviele gibt es allerdings auch nicht), sodass auch uns irgendwann aufgefallen ist, dass Joyce Meyer ganz schön populär sein musste. Auf Nachfrage haben wir immer die gleiche Gegenfrage bekommen, aus einem Mund, der uns nicht zu glauben schien: „Wie, ihr kennt Joyce Meyer nicht?“...

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Und noch ein Berg: Michiru Mountain besiegt

Heute haben wir den 1.476m hohen Michiru Mountain erklommen. Er liegt in einem kleinen Waldreservat, das 50 Kwacha Eintritt kostet. Wir hatten allerdings das Gefühl, dass mangels Besucher der Pförtner, der die umgerechnet 20 Cent eingesammelt hat, mehr Geld kostet als er einnimmt...

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Taxi im Graben und Teil eins der Alltags-Serie

Die letzte Woche über haben wir tatsächlich gearbeitet! Morgens und teilweise nachmittags hatten wir Workshops mit den anderen Lehrern zu Themen wie Unterrichtsvorbereitung, Methodik und – sehr ausführlich – zu den Prinzipien von BACOMA: Hardworking, Resourcefulness, Productivity, Christian Values, Excellence und Teamwork. War auch alles sehr interessant, aber nicht sonderlich effektiv...

Mittlerweile musste ich auch erfahren, dass die Computer doch nicht so bald kommen. Die NGO hat‘s verplant und vergessen sie zu bestellen. Kommen also mit der nächsten Lieferung Mitte Januar (wer’s glaubt).

Und gestern Abend dann der Schock fürs Leben: Eigentlich wollten wir ja nur in eine kleine Bar in Blantyre fahren. Dummerweise ist der Taxifahrer mit seinem Taxi von der Straße abgekommen. Weiter ging‘s dafür auf seitlich angebrachten, zwanzig Zentimeter hohen Beton-Stoppern, die für den Unterboden des Fahrzeugs sicherlich unbequem waren, unsere Geschwindigkeit aber glücklicherweise stark reduzieren konnten. Denn in Blantyre sind parallel zur Hauptstraße anderthalb Meter tiefe, betonierte Rinnen angebracht, die in der Regenzeit für den nötigen Wasserabfluss sorgen. In einer solchen endete unsere Fahrt...

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Wie wir die Küche abbrennen, wie wir den Berg bezwingen und wie wir in unser Haus einbrechen

Nachdem am Montag früh einer der Mitarbeiter von BACOMA in unserem Wohnzimmer stand, um mich (und damit die anderen und vier Gäste) zu wecken, weil eine Windows XP-CD aufgetaucht ist, sind für mich doch noch anderthalb Arbeitstage in unsere zweite Urlaubswoche gerutscht. Ein weiterer Computer konnte nun von den lästigen Viren befreit werden.

Während unseres überaus abwechslungsreichen Mittagessens (Toast mit Tomaten) ist dann passiert was eigentlich öfter passiert. Nur diesmal war’s schlimmer. Eines vorneweg: Unser Toaster toastet solange, bis man die Brotscheiben gewaltsam entfernt. Von alleine springt er nicht nach oben. Daher haben wir auch schon den einen oder anderen Toast ein Sekündchen zu lange drin gelassen und mussten einen schwarzen, verkohlten Klumpen aus dem Toaster in den Mülleimer verfrachten. Uns sind auch schon vereinzelt Flammen aus dem Toaster entgegengeschlagen. Daher waren wir auch erstmal nicht sonderlich beeindruckt als Mery einen „Waaah, der Toaster brennt!“-Schrei aus der Küche ins Wohnzimmer schallen ließ. Erst als der Schrei ein zweites mal kam und wir uns in die Küche bewegt hatten, mussten wir feststellen...

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Urlaub in Cape Maclear

Da im Moment Schulferien sind, haben wir eine Woche frei bekommen, in der wir in den Norden nach Rumphi fahren wollten. Unser erster Zwischenstopp war der abgeschieden am See liegende Touristenort Cape Maclear. Weil aber die Minibusfahrt über die Maßen anstrengend und Cape Maclear wahnsinnig toll war, haben wir einfach die ganze Woche dort verbracht :-D Herrlicher Sandstrand, Palmen, blaues Wasser und direkt am See das Zelt! Wir waren Schwimmen, Schnorcheln, Fischen und den gefangenen Fisch auf einer kleinen Insel grillen, und und und.

Cape Maclear selber ist nur der Name der Bucht, die komplett in einem Nationalpark liegt, der auch von der UNESCO sehr geschätzt wird. Ausgenommen vom Nationalpark ist das Dorf Chembe, das leider sehr, sehr touristisch geprägt ist. Am Strand wird man alle paar Meter von einem tour guide angesprochen. Zu dem trotz allem noch sehr traditionellen Dorf hat sich für die Männer nämlich neben dem Häuserbauen und Fischen noch das Geschäftsfeld des Touristenführers aufgetan. Die Einwohner von Chembe haben sich dazu sogar organisiert: Eine Tour Guiders Association hat die Angebote und die Preise abgesprochen (die übrigends touristenfreundlich in Dollar angegeben werden) und die kleinen Gruppen der Guides haben sich auf die am Strand gelegenen Lodges aufgeteilt und rotieren wöchentlich. Das führt dazu, dass ein bis zwei kleinen Gruppen für jede Lodge zuständig sind. Grade jetzt in der Nebensaison (bald fängt die Regenzeit an), wo wenige Gäste da sind, wird sehr aufdringlich versucht, einen zum Buchen eines Schnorchel-Trips oder eines Fisch-Barbecue zu bewegen.

Aus den Gesprächen mit Dodo, einem der Touristenführer, haben wir auch erfahren, dass der Chief des Dorfes die traditionellen Tänze verboten und ins 20km entferne Nachbardorf verlagert hat, damit durch das laute Geschrei und die Trommeln die Touristen nicht abgeschreckt werden.

Als wir gerade gemütlich beim Fischen mit improvisierter Angelschnur (Nylonfaden mit Haken, dicke Schraube als Gewicht und ein alter Flip-Flop als Aufwickelung) in einem kleinen Ruderboot auf dem Malawi-See unterwegs waren, bekamen wir auch noch einen Anruf von Grenna...

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End-of-term-party und wie das mit dem Nationalpark richtig geht

Am Donnerstag war für die Kinder der letzte Schultag. Eigentlich wird schon die ganze Woche nichts mehr gelernt, aber am Donnerstag wurde das dann richtig gefeiert. Und zwar wirklich gefeiert: Alle Kinder hatten Berge von Süßigkeiten (oder Reis) dabei und nachdem für die Präsentation am Freitag alles geübt war, gingen alle in ihre Klassenzimmer und schaufelten alles in sich hinein. Wobei alle ihre Sachen mit anderen geteilt, und auch – oder vorallem – denen abgegeben haben, die gar nichts dabei hatten. Auch den Lehrern wollten alle Schüler immer etwas abgeben. Nach dem „Essen“ ging dann die eigentliche Party los. Irgendjemand hatte ein kleines Radio mit einer Musikkassette in die große Halle gestellt und alle, wirklich alle Kinder – und das sind knapp 170 – fingen an, wie wild herumzurennen, zu hüpfen, zu kreischen und ausgelassen zu kreischen. Die ganze Veranstaltung wäre in Deutschland in die Kategorie „völlig aus dem Ruder gelaufen“ gefallen. Hier haben sich alle nur gefreut :-)

Am Freitag war dann in derselben Halle die Präsentation von Gedichten, kleinen Sketchen und Vorträgen, die die Schüler einstudiert hatten. Leider war nur eine Hand voll Eltern da, die sich da ganze angeschaut hatten...

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Mua Mission, Senga Bay, Krankenhaus, Arbeiten

Mittlerweile bin ich wieder in Blantyre und habe Internet. Eine Menge passiert in der Zwischenzeit, aber der Reihe nach:

Bevor wir vorletztes Wochenende nach Mua aufgebrochen sind kam mein Chef zu mir, weil einer der Computer wieder Viren hatte (noch haben fast alle welche, aber zwei konnte ich mittlerweile befreien). Ein mir nicht bekanntes und am Tag zuvor definitiv nicht installiertes Programm names Antivirus Pro 2010 meldete knapp 20 verschiedene Viren auf dem Computer, die dringend entfernt werden sollten. Das könne aber nur die Vollversion. Kostenpunkt: 30$. Und das blöde Programm lässt sich nicht entfernen, zumindest nicht mit herkömmlichen Mitteln. Eine kurze Recherche im Internet bestätigte mir dann: Das Programm selber ist ein Fake, das einem zum Kauf einer (nutzlosen) Vollversion bewegen will, in dem es nicht vorhandene Viren erkennt. Mit ein paar Kniffen lässt es sich zum Glück auch entfernen. Bleibt nur die Frage, wer es installiert hat...

Die ganze letzte Woche über war, wie ja bereits kurz berichtet, Kulturkurs in der Mua Mission...

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Kleines Lebenszeichen

Die vergangene Woche war recht entspannt, am Donnerstag war naemlich Muttertag und somit frei. Am Freitag hatten wir ein Meeting mit der Schulleitung, wo wir unsere Ideen fuer die summer terms nochmals vorgestellt und vorallem den von Meryem erarbeiteten Unterrichtsplan erklaert haben. Leider fehlt seit einigen Tagen die Druckertinte fuer alle Drucker, genausolang wird aber auch angeblich neue besorgt. Jedenfalls konnten wir wichtige Listen nicht ausdrucken, in die sich die Schueler eintragen muessen, und zwar am Montag (also gestern). Da wir aber seit dem Wochenende nicht mehr da sind, koennen wir nicht sagen, ob das geschehen ist...

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Autowerkstatt, Brieffreundschaft

Gestern habe ich tatsächlich noch ein wenig arbeiten können. Aber vorher bin ich mit unserem Chef, Simon, losgezogen, um sein Auto reparieren zu lassen. Die Werkstatt bestand zwar nur aus einem kleinen Hof mit winzigem Büro voller gebrauchter Toyota-Ersatzteile, dem Automechaniker, seinem Gehilfen, fünf verschiedenen Schraubenziehern und einem Hammer. Aber es reichte, um die kaputten Scheibenwischer zu reparieren (indem ein neuer Scheibenwischer-Motor eingebaut wurde).

Während seiner Arbeit war der Mechaniker sehr gesprächig, wollte sich immer mit mir unterhalten. Gleich am Anfang fragte er mich, wo ich herkomme. Aus Deutschland? Dann könne ich ihm doch Software für die Autos schicken. Die Diagnoseprogramme für Ford, Opel, Mercedes, BMW. An die käme ich doch sicher ran. Wir könnten gemeinsam ein business aufmachen. Er schraubt, ich liefere die Software. Wir würden Dollars machen ohne Ende :-D Er hat mir nicht geglaubt, dass keiner meiner bekannten Autos repariert und ich nicht an die Software komme. Dann solle ich ihm doch wenigstens eine Frau mitbringen, wenn schon nicht die Software :-P...

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Der Nationalpark-Flop

Der Liwonde Nationalpark ist nur drei Stunden mit dem Minibus von Blantyre entfernt und wird gerne mit Elefanten- und Nilpferdgarantie beworben. Deshalb darf man ohne Auto auch nicht herein. Das war unser Problem. Aber von vorne:

Morgens mit dem Minibus zur Blantyre Bus Station. Dort haben wir erfahren, dass wir in Limbe fragen müssen. Das ist von unserem Haus genauso weit entfernt wie die Busstation – nur in die andere Richtung. Also zurück, auch gleich einen Minibus gefunden, halbe Stunde gewartet, dass er voll wird und losgedüst Richtung Liwonde. Die Heckklappe war nur von außen mit einer Schnur zugehalten, nach jedem größeren Hüpfer haben wir immer nachgeschaut, ob die Klappe und vielmehr unsere Rucksäcke noch da waren. Darin war nämlich unser Zelt, 10 Liter Wasser, Schlafsäcke, Decken, Klamotten etc. untergebracht. Was man halt so braucht für eine Nacht ohne Bett, Strom und Wasser im Nationalpark...

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Malawi vs. Elfenbeinküste

Am Donnerstag waren wir am Stadion, um Fußballtickets zu kaufen. Es gibt vier Kategorien: Auf der Riesentribüne für 500 Kwacha (2,50 €), auf einer besseren Tribüne für 2.500 Kwacha (12,50 €), auf der überdachten Tribüne (5.000 Kwacha, 25 €) und im VIP-Bereich (10.000 Kwacha, 50 €). Wir haben uns für die 2.500er-Tickets entschieden, nachdem wir von einer sehr netten Malawierin vorher durchs Stadion geführt wurden. Die Riesentribünen reichen nämlich vom Boden bis weit in den Himmel und man muss sieben bis acht (!) Stunden vorher da sein, wenn man einen halbwegs tollen Platz ergattern möchte. Ohne Dach im Sonnenschein wohlbemerkt. Für unsere Tickets mussten wir lediglich eine Dreiviertelstunde vorher da sein.

Am Freitag sollte es ein neues Meeting geben. Eigentlich irgendwann morgens...

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Party in Blantyre und Empfang beim Botschafter

Wir ankündigt hatten wir am Wochenende volles Haus. Letztendlich waren wir sogar zu elft, haben uns Blantyre und Limbe angeschaut und sind abends in einer sehr netten Bar namens Doogles abgestiegen. Eigentlich eine Backpacker-Lodge und auch generell sehr teuer war die überwiegende Zahl der Gäste weiß. Drei weiße Malawier, gegen die einige von uns mehrere Runden Billard spielten, gaben eine Runde nach der anderen aus. Bei einem Preis von weniger als einem Euro pro Flasche Carlsberg-Bier ist das Loch im Geldbeutel am nächsten Tag allerdings nicht ganz so groß, wie das in Deutschland der Fall wäre...

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Kurzer Zwischenbericht

Die letzten Tage habe ich einen Rechner neu aufgesetzt und damit alle Viren darauf entfernt. Weil aber die CDs für die anderen Rechner fehlen und nicht auffindbar sind, heißt es erst mal warten. Am TTC könnte es noch die entsprechenden CDs geben, die sind da ganz gut ausgerüstet. Aber der Lehrer, der weiß wo, der ist grade im Urlaub. Daher gab es auch heute Morgen für mich nichts Richtiges zu tun. Dafür ist jetzt wieder die ganze Wäsche gewaschen :-D...

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Der Klempner und das Post Office

Gleich vorne weg: Wir haben heute wieder nicht so richtig gearbeitet. Mit Grenna haben wir unsere Ziele für dieses Jahr besprochen und nachmittags habe ich noch herausgefunden, dass sich der Virus auf den Computern nicht entfernen lässt und die Systeme neu aufgesetzt werden müssen...

Bei uns war heute der Klempner, weil die Wasserhähne am Spülbecken zu kurz sind (also nur so grade eben übers Becken reichen). Außerdem tut einer nicht. Der Klempner kam allerdings ohne Werkzeug, hat den einen (bisher nicht funktionierenden) Wasserhahn abgeschraubt und siehe da: Es kam Wasser raus. Allerdings nun aus einem Loch in der Wand und fast kochend heiß. Nur das Verlängerungsstück passte leider nicht und so musste der alte Hahn wieder drauf, was nicht ganz einfach war...

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Pommes, Regen, Stadtrundfahrt

Heute war – wer hätte es auch anders erwartet – mal wieder kein Arbeitstag. Stattdessen sind wir auf Sightseeing-Tour gefahren, und zwar – weil alle zur Verfügung stehenden Autos doch nicht zur Verfügung standen oder kaputt waren – mit dem Minibus. Aber das einzige große Ziel war die Blantyre Mission Church, von der ich Fotos bei Flickr hochgeladen habe...

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Mount Soche bezwungen!

Gestern haben wir nachgeholt, was wir letztes Wochenende nicht geschafft haben: Den Berg zu erklimmen. Allerdings heißt er Soche und nicht Michiru, der liegt woanders.

Der Berg selber ist knappe 1.600 Meter hoch und schwieriger zu besteigen, als angenommen...

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Drei Tage gearbeitet und schon wieder einer frei

Da ich noch keinen Computerunterricht geben kann (mangels Computern), wollte ich mich dann meinen anderen Aufgabenfeldern zuwenden, statt wieder einen ganzen Tag damit zu verbringen, einem Lehrer beim Unterrichten zuzuschauen. Zu diesen Aufgaben zählt die Computer in der Verwaltung auf Vordermann bringen und mich um einen Internetanschluss kümmern.

Das solle die Stellvertreterin von Simon entscheiden (der Chef, der aber im Moment auf Dienstreise ist)...

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Unterricht in Malawi

Gestern haben wir unseren freien Tag genossen. Bisher hatten wir eigentlich nur freie Tage, aber gestern war offizieller Feiertag (nämlich das Ende vom Fastenmonat Ramadan). Das haben wir genutzt, um mit dem Minibus ins Stadtzentrum von Blantyre zu fahren und auf dem Markt einzukaufen. Noch größer als der Markt in Lilongwe und mindestens dreimal so viel los! Jeder Verkäufer hatte natürlich die besten Tomaten und die billigsten Bananen, aber wir sind uns sicher, dass wir trotz langem Handeln immer noch viel zu hohe Preise bezahlen mussten...

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Besuch beim Chef, Gottesdienst und Gartenarbeit

Für gestern hatten wir geplant, den Michiru zu besteigen, einen Berg ganz in der Nähe. Ist aber ins Wasser gefallen, weil Meryem Malaria hat. Stattdessen wurden wir von Simon, dem Blantyre-Chef von BACOMA, zu sich nach Hause eingeladen, um uns seiner Familie vorzustellen. Er wohnt etwa eine 20 Minuten außerhalb, auf dem Weg dorthin entlang der Straße haben wir viele Lehmhütten gesehen und fast eine Ziege überfahren, die auf die Straße gesprungen ist. Weil es keine Gehwege oder ähnliches gibt, laufen diejenigen die kein eigenes Auto besitzen – und das sind nicht wenige – eben direkt neben bzw. auf der Straße...

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Die ersten Tage in Blantyre

Endlich kann ich mich mal aus Blantyre melden! Wir sind gut hier angekommen, nach einer fünfstündigen Fahrt von Lilongwe in den Süden Malawis. Die Straße nach Blantyre ist komplett geteert, aber nicht immer in gutem Zustand. Oftmals zieren tiefe Schlaglöcher das Straßenbild, manche sogar einen halben Meter tief! Besonders nachts ist das ein Problem, weil es keine Straßenbeleuchtung gibt und viele Autos ohne Licht fahren, sodass die Fahrer oft keine Möglichkeit haben, den Schlaglöchern auszuweichen.

In Blantyre wohnen wir eigentlich zu Dritt in einem kleinen Haus mit Wohnzimmer, Küche, Bad, Abstellkammer und für jeden ein eigenes Schlafzimmer. Eigentlich...

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Letzte Meldung aus Lilongwe

Der letzte Tag im weltwärts-Haus neigt sich dem Ende zu! Morgen früh werden wir, die letzen vier Verbliebenen, nach Blantyre gefahren. Alle anderen sind schon an ihre Einsatzplätze gebracht worden und den ersten Rückmeldungen nach sogar erfolgreich.

Heute Mittag habe ich Wäsche gewaschen, mangels Waschmaschine von Hand. Ganz schön mühsam, aber immerhin wird selbst die dickste Jeans bei unseren 31°C in einer knappen Stunde trocken!...

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Grillparty im weltwärts-Haus

So, drei Tage lang nicht mehr geschrieben. Aber es gab auch nicht wirklich viel zu berichten. Am Freitag haben wir hier beim weltwärts-Haus eine Grillparty geschmissen, für die Vertreter der Partnerorganisationen, die direkten Kollegen und die Mentoren. Und natürlich für uns :-)

Die meisten sind auch gekommen, die Mentorin für uns Blantyre-Leute war aber leider verhindert. Dafür kennen wir den Headmaster von BACOMA schon. Er hat uns zusammen mit unserer Entsendeorganisation vorbereitet und beispielsweise die Kultureinführung übernommen. BACOMA steht für Baptists Convention of Malawi, die Organisation, bei der ich meinen Freiwilligendienst leisten werde. Vom Headmaster habe ich auch schon ein paar Details erfahren, was meine Arbeit angeht. So sollen Schüler und Lehrer im Umgang mit Computern unterrichtet werden, eine Website erstellt und die Infrastruktur gekümmert werden. Letztere besteht aber noch nicht :-D...

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Die ominöse Frucht und das Paket aus Deutschland

Im Chichewa-Unterricht heute Morgen kam das Kapitel kaufen und verkaufen auf dem Markt dran. Jetzt können wir uns über zu hohe Preise beschweren, und darüber, dass „mtengo wa mzungu“ (Extrahohe Preise für Weiße) berechnet werden. Der Verkäufer kann dann selbst ein Lachen nicht verkneifen und geht mit dem Preis wieder runter. Haben wir auf dem Markt erfolgreich angewandt, als wir zu dritt Zutaten für ein leckeres Chili-con-carne gekauft haben. 20 Tomaten, fünf Zwiebeln, eine Knoblauchzehe, ein Kilogramm Kidneybohnen, vier Paprika und zwei Hände voll grüner Chilischoten für 800 Kwacha (also vier Euro). Wahrscheinlich wurden wir trotzdem noch übers Ohr gehauen…...

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Fahrradfahren, schon wieder Minibus und Einkaufen auf dem Markt

Gestern hatten wir einen freien Nachmittag, den wir zu einer Erkundungstour durch Lilongwe genutzt haben. Mit dem Fahrrad. Unsere Entsendeorganisation hat eine ganze Palette gekauft, zwar gebraucht, aber angeblich in einem guten Zustand. Angeblich :-D Das Gegenteil hat sich dann im Laufe des Nachmittags erwiesen. Ein Fahrrad war schon vorher bei einer Fahrt zum nahe gelegenen Supermarkt durch die Unbeständigkeit der Kette aufgefallen (ich habe dann einen anderen Freiwilligen den Rückweg gezogen)...

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Kumbali Village und The Black Missionaries

Obwohl der letzte Beitrag noch immer nicht veröffentlicht werden konnte, hier ein neuer :-P Das Internet ist immer noch unbeständig und langsam, wir müssen alle zusammen mit einer 56kbit-Leitung auskommen.

Am Sonntagmorgen konnten wir etwas ausschlafen und sind dann zum Kumbali Cultural Village gefahren, das etwas außerhalb von Lilongwe liegt. Dort kann man in Lehmhütten wohnen, die für sehr viele Malawier noch immer zum Standard gehören. Daneben mit Sichtschutz versehene Plumpsklos, von fließend Wasser keine Spur.

Auf dem Dorfplatz gibt es (hauptsächlich wohl für Touristen) die Möglichkeit zum landestypischen frühstücken...

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Taschengeld, malawisches Essen und Minibusse

Zwei weitere Tage in Malawi vorbei und eine Menge erlebt: Der Freitag hat um halb acht mit einer eiskalten Dusche begonnen, den warmes Wasser scheint es hier in unserer Unterkunft nicht zu geben. Nach dem Frühstück haben wir Taschen- und Verpflegungsgeld für die nächsten beiden Monate bekommen. 100€ im Monat Taschengeld plus 80€ für Verpflegung erhalten wir Freiwillige, das ist leider mehr als die viele Malawier verdienen. Die Landeswährung ist Kwacha. 200 Kwacha entsprechen im Moment einem Euro. Ein Eurocent sind also zwei Kwacha. Trotzdem wird ein Kwacha nochmals in 100 Tambale aufgeteilt, die wir bisher aber noch nicht gesehen haben. ...

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Angekommen in Malawi

Donnerstag, 4. September 2009, 15:00 Uhr. Wir sind fast eine Viertelstunde früher als geplant in Lilongwe, der Hauptstadt Malawis, gelandet. Vor uns wurde ein hoher Staatsbeamter vom Piloten mit Handschlag verabschiedet und vom Rollfeld eskortiert, dann waren auch wie an der Reihe. Visum für 30 Tage, innerhalb der wir die Ein-Jahres-Aufenthaltserlaubnis beantragen können. Bis auf einen Koffer ist sogar alles mitgekommen...

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Vom Kundenservice, Kofferpacken und was so dazugehört

Ich habe mein Flugticket erhalten! Von Stuttgart nach Frankfurt nach Johannesburg (Südafrika) nach Lilongwe (Malawi). Insgesamt 13,5 Stunden Flug plus jeweils drei Stunden Aufenthalt in Frankfurt und Johannesburg. Los geht’s am 2. September gegen Abend, also bin ich gegen Mittag des 3. September in Lilongwe. Wie’s dann weitergeht ist mir noch nicht bekannt :-)

Dafür gibt es anderes zu berichten...

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Takulandirani ndi manja awiri!

Das ist Chichewa und heißt: Herzlich willkommen!

Endlich ist es soweit: Für mich steht fest, wo und wann ich mein nächstes Jahr verbringen werde. Nämlich ab dem 2. September 2009 in Blantyre, Malawi.

Hier, in diesem Blog, werde ich über Erfahrungen und Erlebnisse berichten, Fotos hochladen und zum Beispiel über die Kommentarfunktion Kontakt halten. Also bitte viel antworten :-)

Malawi ist ein für afrikanische Verhältnisse sehr kleines Land...

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